Pflanzenprofil

MeerrettichArmoracia rusticana

Der Meerrettich ist eine robuste, mehrjährige Gewürzpflanze, deren scharfe Wurzel in der Küche vielseitig einsetzbar ist. Er ist pflegeleicht, benötigt aber eine Wurzelsperre, um seine Ausbreitung zu kontrollieren.

Meerrettich (Armoracia rusticana): Pflanzenportrait - Wurzelgemüse, Kreuzblütengewächse, Ernten Januar - März, Oktober
Meerrettich: Pflanzenportrait. Ernte: Januar - März, Oktober - Dezember.

Kurzprofil

Wichtigste Daten

Anbaukalender
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Pflanzung Freiland
Ernte
Pflanzung FreilandErnte

Geeignete Anbauorte:

Gute Nachbarn

KartoffelObstbaum

Meiden

Keine Angaben

Voranzucht & Direktsaat

Meerrettich: Aussaat und Keimung

Voranzucht

Meerrettich wird in der Regel nicht aus Samen gezogen, sondern aus Wurzelstücken (Fechser) gepflanzt.

Direktsaat Freiland

Meerrettich wird in der Regel nicht aus Samen gezogen, sondern aus Wurzelstücken (Fechser) gepflanzt.

LichtkeimerNein
DunkelkeimerNein
KaltkeimerNein
Stratifikation nötigNein
Vorquellen empfohlenNein

Pflanzung & Standort

Meerrettich: Pflanzung und Abstände

Pflanzung Freiland

Pflanzung von Wurzelstücken (Fechsern) im zeitigen Frühjahr.

Pflanzabstand30 - 50 cm
Reihenabstand60 - 90 cm
Pflanzen pro m²2 - 4 pro m²
Beetbreiteab 60 cm

Temperatur & Frost

Meerrettich: Temperatur und Standort

Wachstumstemperaturab 0 °C
Optimale Temperatur15 - 20 °C
Max. Hitzebis 30 °C
FrostempfindlichNein
Spätfrost empfindlichNein
Hitzetoleranzmittel
Kältetoleranzsehr hoch

Wasser & Nährstoffe

Meerrettich: Wasser, Nährstoffe und Pflege

Wassermittel
Kritische WasserphasenWährend der Hauptwachstumsphase, Bei Trockenheit
BewässerungBodennah gießen
Trockenheitmittel
Staunässe empfindlichJa
Mulchen empfohlenJa
NährstoffbedarfMittelzehrer
Kompost empfohlenJa
Düngersensibilitätmittel

Topf & Wuchs

Meerrettich: Topf, Stütze und Wuchs

Topf geeignetJa
TopfgrößeVolumen: ab 20 l; Empfohlen: ab 30 l; Durchmesser: ab 30 cm; Tiefe: ab 40 cm
StützeNein
Höhe60 - 100 cm
Breite30 - 60 cm
Wurzeltiefe30 - 60 cm
Wurzelausbreitung30 - 100 cm
Ertrag500 - 1500 g

Jahresplan

Meerrettich Kalender

Pflanzen

Der Meerrettich entfaltet sein volles Aroma erst nach dem ersten Frost, was ihn zu einem idealen Erntegut für den späten Herbst und Winter macht.

Jahresüberblick
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Pflanzung Freiland
Ernte

Wiederkehrende Aufgaben

ErntenJanuar - März, Oktober - Dezember
Ernte der Wurzeln im Herbst nach dem ersten Frost oder im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Die Wurzeln können auch über den Winter im Boden...
Wurzeln erntenJanuar - Februar, Dezember
frostfreier Boden: Nur bei frostfreiem Boden möglich.
Boden vorbereitenMärz - April
vor der Pflanzung: Tiefgründig lockern und mit Kompost anreichern.
Wurzelstücke pflanzenMärz - April
frostfreier Boden: Die besten Ergebnisse erzielt man mit sogenannten Fechsern (Seitenwurzeln vom Vorjahr).
Regelmäßig gießenMai - September
bei Trockenheit: Besonders wichtig für die Wurzelentwicklung.
Unkraut jätenMai - September
nach Bedarf: Konkurrenz durch Unkraut vermeiden.
Wurzelstücke für Vermehrung entnehmenOktober - November
während der Ernte: Gesunde Seitenwurzeln für die Pflanzung im nächsten Frühjahr auswählen.

Jetzt relevant

Juni

  • Keine zusätzliche Einzelaufgabe

Als Nächstes

Juli

  • Keine zusätzliche Einzelaufgabe

Monatsaufgaben

Einzelaufgaben aus Monatsdaten; wiederkehrende Saisonfenster stehen oben im Überblick.

Ernten

Januar

Ruhephase

Februar

Ruhephase

März

Wurzeln ernten

Ernten

  • Wurzeln erntenvor dem Neuaustrieb: Letzte Ernte vor dem starken Neuaustrieb.

April

Keine zusätzliche Einzelaufgabe

Mai

Ruhephase

Juni

Ruhephase

Juli

Ruhephase

August

Ruhephase

September

Ruhephase

Oktober

Wurzeln ernten

Ernten

  • Wurzeln erntennach dem ersten Frost: Der Geschmack wird nach dem ersten Frost intensiver.

November

Wurzeln ernten

Ernten

  • Wurzeln erntenfrostfreier Boden: Der Geschmack wird nach dem ersten Frost intensiver.

Dezember

Ruhephase

Blüte & Bestäubung

Meerrettich Blüte & Bestäubung

Blütezeit

Juni - August

Blütentyp

Kleine, vierblättrige Blüten in Rispen

Blütenfarbe

Weiß

Selbstfruchtbarkeit

selbstfruchtbar

Bestäuber nötig

nein

Überblick

Die Blüten des Meerrettichs werden von Insekten bestäubt.

Hinweise

Meerrettich blüht selten im Gartenanbau, da die Energie in die Wurzelentwicklung gelenkt wird. Wenn er blüht, sind die Blüten unscheinbar.

Mischkultur

Meerrettich Mischkultur

Mischkultur

Gute Nachbarn

KartoffelObstbaum

Meiden

Keine Angaben

Nutzung & Lagerung

Meerrettich Nutzung & Lagerung

Ernte

Ernte der Wurzeln im Herbst nach dem ersten Frost oder im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Die Wurzeln können auch über den Winter im Boden bleiben und bei Bedarf geerntet werden.

Lagerung

Kühl, dunkel und feucht lagern, idealerweise in feuchtem Sand oder feuchter Erde in einem Keller oder einer Erdmiete. Auch das Einfrieren von geriebenem Meerrettich ist möglich.

Haltbarkeit

Frische Wurzeln: 3-6 Monate; Gerieben und eingefroren: bis zu 12 Monate.

Geschmack

Scharf, würzig, pikant, mit einer leicht erdigen Note. Die Schärfe ist flüchtig und verfliegt beim Kochen.

Ernten

Ernte der Wurzeln im Herbst nach dem ersten Frost oder im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Die Wurzeln können auch über den Winter im Boden bleiben und bei Bedarf geerntet werden.

Küchennutzung

Verarbeitung

Nach der Ernte

Die geernteten Wurzeln von Erde befreien, die feinen Seitenwurzeln (Fechser) für die Vermehrung abtrennen und die Hauptwurzeln für die Lagerung vorbereiten. Nicht waschen, wenn sie gelagert werden sollen.

Essbarkeit & Sicherheit

Meerrettich Essbarkeit & Sicherheit

Für Menschen

Kurz zusammengefasst: welche Teile essbar sind, welche Teile kritisch bleiben und ob Rohverzehr sinnvoll ist.

Essbare Teile:Wurzel (Rhizom), Junge Blätter (sparsam in Salaten)
Kritische Teile:Ältere Blätter (sehr scharf und faserig), Große Mengen der Blätter
Rohverzehr:Ja, Meerrettich wird traditionell und am häufigsten roh und frisch gerieben verzehrt, um seine volle Schärfe zu genießen.

Sicherheitshinweise

Meerrettich enthält Senfölglykoside, die für die Schärfe verantwortlich sind. Diese können in großen Mengen oder bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Dämpfe beim Reiben können Augen und Schleimhäute reizen.

Tiersicherheit

Bei dieser Pflanze kommt es für Tiere besonders auf den Pflanzenteil an: einzelne Teile können geeignet sein, andere sollten vermieden werden. Für 8 Tierarten ist mindestens eine kritische Einstufung hinterlegt.

Tiersicherheit nach Pflanzenteilen

Jede Zeile zeigt direkt, welche Teile eher geeignet und welche kritisch sind.

Haustiere

Hund Icon für TiersicherheitsbewertungHund

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Verzehr großer Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Die scharfen Senfölglykoside können bei Hunden Magen-Darm-Reizungen verursachen, insbesondere wenn große Mengen verzehrt werden. Die Dämpfe können Augen und Atemwege reizen.

Tierseite öffnen
Katze Icon für TiersicherheitsbewertungKatze

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Verzehr großer Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Die Senfölglykoside sind für die Schärfe verantwortlich und können bei empfindlichen Tieren oder in großen Mengen zu Magen-Darm-Problemen führen. Keine artspezifischen Daten für Katzen, aber die allgemeine Pflanzeninformation deutet auf ein geringes Risiko hin, wenn nicht übermäßig verzehrt.

Tierseite öffnen
Kaninchen Icon für TiersicherheitsbewertungKaninchen

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Verzehr großer Mengen oder bei empfindlichen Tieren), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Meerrettich ist für Kaninchen nicht als giftig eingestuft, aber die Senfölglykoside können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Schärfe kann für Kaninchen unangenehm sein. Es gibt keine spezifischen Daten zur Sicherheit von Kaninchen, daher wird eine vorsichtige Einstufung vorgenommen.

Tierseite öffnen
Meerschweinchen Icon für TiersicherheitsbewertungMeerschweinchen

Wurzel (Rhizom, sehr kleine Mengen)

Blätter, Stängel, Große Mengen der Wurzel

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Verzehr von Blättern oder Stängeln, Individuelle Empfindlichkeit

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Durchfall), Reizung der Schleimhäute (bei sehr hohen Dosen oder empfindlichen Tieren)

beobachten

Meerrettichwurzel kann in sehr kleinen Mengen als Leckerli gegeben werden. Die Senfölglykoside können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Probleme verursachen. Blätter und Stängel sind nicht geeignet.

Tierseite öffnen
Hamster Icon für TiersicherheitsbewertungHamster

Wurzel (Rhizom, sehr kleine Mengen)

Blätter, Stängel, Große Mengen der Wurzel

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Verzehr von Blättern oder Stängeln, Individuelle Empfindlichkeit

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Durchfall), Reizung der Schleimhäute (bei sehr hohen Dosen oder empfindlichen Tieren)

beobachten

Keine direkte artspezifische Quelle fuer Hamster gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil fuer Meerschweinchen und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.

Tierseite öffnen
Wellensittich Icon für TiersicherheitsbewertungWellensittich

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Individuen, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden, Augenreizung (Dämpfe), Schleimhautreizung (Dämpfe)

beobachten

Keine spezifischen Daten für Budgies verfügbar. Senfölglykoside können bei Vögeln Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Schärfe und Reizung durch Dämpfe sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Tierseite öffnen

Nutztiere

Pferd Icon für TiersicherheitsbewertungPferd

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Aufnahme großer Mengen, Individuelle Empfindlichkeit, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Aufnahme großer Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Es gibt keine spezifischen Berichte über Vergiftungen bei Pferden, aber Vorsicht ist geboten, insbesondere bei den Blättern und Stängeln.

Tierseite öffnen
Huhn Icon für TiersicherheitsbewertungHuhn

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Verzehr großer Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Keine spezifischen Daten für Hühner gefunden. Senfölglykoside können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Schärfe könnte die Akzeptanz als Futter einschränken.

Tierseite öffnen
Ente Icon für TiersicherheitsbewertungEnte

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Verarbeiten

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Verzehr großer Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Keine spezifischen Daten für Enten verfügbar. Senfölglykoside können bei Geflügel Magen-Darm-Reizungen verursachen, insbesondere bei Verzehr großer Mengen. Die Dämpfe können ebenfalls reizend wirken.

Tierseite öffnen
Gans Icon für TiersicherheitsbewertungGans

Keine geeigneten Teile genannt

Alle Pflanzenteile (insbesondere in großen Mengen), Dämpfe beim Reiben

Risikofaktoren

Große Mengen der Pflanze, Empfindliche Tiere, Einatmen von Dämpfen beim Reiben

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei großen Mengen), Augen- und Schleimhautreizung (durch Dämpfe)

beobachten

Keine spezifischen Informationen über die Toxizität von Meerrettich für Gänse gefunden. Senfölglykoside können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Pflanze ist nicht als primäres Futtermittel für Geflügel bekannt.

Tierseite öffnen
Schaf Icon für TiersicherheitsbewertungSchaf

Wurzel (Rhizom), Junge Blätter (sparsam)

Ältere Blätter, Große Mengen der Blätter

Risikofaktoren

Überkonsum, Verzehr von älteren Blättern

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Überkonsum)

beobachten

Keine direkte artspezifische Quelle fuer Schafe gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil fuer Ziegen und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.

Tierseite öffnen
Ziege Icon für TiersicherheitsbewertungZiege

Wurzel (Rhizom), Junge Blätter (sparsam)

Ältere Blätter, Große Mengen der Blätter

Risikofaktoren

Überkonsum, Verzehr von älteren Blättern

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Überkonsum)

beobachten

Meerrettich ist für Ziegen in Maßen sicher, insbesondere die Wurzel. Große Mengen oder ältere Blätter können aufgrund der Senfölglykoside zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Die Schärfe selbst ist in der Regel kein Problem für Ziegen, aber die Menge ist entscheidend.

Tierseite öffnen
Rind Icon für TiersicherheitsbewertungRind

Wurzel (Rhizom), Junge Blätter (sparsam)

Ältere Blätter, Große Mengen der Blätter

Risikofaktoren

Überkonsum, Verzehr von älteren Blättern

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (bei Überkonsum)

beobachten

Keine direkte artspezifische Quelle fuer Rinder gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil fuer Schafe und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.

Tierseite öffnen
Schwein Icon für TiersicherheitsbewertungSchwein

Wurzel (Rhizom) in kleinen Mengen

Blätter (in großen Mengen), Samen, Große Mengen der Wurzel

Risikofaktoren

Verzehr großer Mengen, Verzehr von Blättern oder Samen, Empfindliche Tiere

Symptome

Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall), Reizung der Schleimhäute (bei Dämpfen)

beobachten

Die Wurzel (Rhizom) von Meerrettich kann in kleinen Mengen als Leckerli verfüttert werden. Große Mengen oder der Verzehr von Blättern und Samen können aufgrund der Senfölglykoside zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Die Dämpfe beim Reiben können reizend wirken.

Tierseite öffnen

Die Hinweise dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Aufnahme kritischer Pflanzenteile, auffälligem Verhalten oder Symptomen sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Max. Risiko

unklar

Höchste Einstufung

nicht füttern

Dringlichkeit

beobachten

Saatgut gewinnen

Meerrettich Saatgut gewinnen

Saatgutgewinnung

nein

Praxis-Tipps

Meerrettich Praxis-Tipps

Häufige Anfängerfehler

Erfolgsmuster

Schnelle Hebel

Praxisbeobachtungen

Pflanzenprofil

Weitere Pflanzenbilder

Meerrettich (Armoracia rusticana): Ganze Pflanze für Pflanzenportrait - Wurzelgemüse, Kreuzblütengewächse, Ernten Januar
Meerrettich: Pflanzenportrait. Ernte: Januar - März, Oktober - Dezember.
Meerrettich (Armoracia rusticana): Ganze Pflanze für Pflanzenportrait - Wurzelgemüse, Kreuzblütengewächse, Ernten Januar
Meerrettich: Pflanzenportrait. Ernte: Januar - März, Oktober - Dezember.

Gesundheit

Schädlinge, Krankheiten

Diagnosehilfe

Meerrettich Diagnosehilfe

Schädlingsgruppen

Krankheitsgruppen

Vorbeugung

Diagnose

Achten Sie auf Veränderungen an Blättern (Verfärbungen, Löcher, Flecken), Wachstumsstörungen und den Zustand der Wurzeln bei der Ernte. Bei Verdacht auf Wurzelfäule den Boden auf Staunässe prüfen.

Kulturführung

Monitoring

Erste Reaktion

Diagnoseregeln

Kleine Löcher in den Blättern

Mögliche Ursachen: Meerrettich blattkaefer

  • Pflanzen auf kleine, springende Käfer untersuchen

Welke Blätter trotz feuchtem Boden

Mögliche Ursachen: Kohlfliege, Wurzelfäule

  • Wurzelbereich auf Fraßgänge oder Fäulnis prüfen
  • Boden auf Staunässe prüfen

Weiße, pustelartige Flecken auf Blattunterseite

Mögliche Ursachen: Weißer Rost

  • Luftfeuchtigkeit und Pflanzabstand prüfen

Blätter hellgrün bis gelblich, besonders ältere Blätter

Mögliche Ursachen: Stickstoffmangel

  • Bodenanalyse, letzte Düngung prüfen

Häufige Fragen

Wie pflanzt man Meerrettich?

Meerrettich wird im Frühjahr aus Wurzelstücken (Fechsern) gepflanzt. Diese werden schräg in einen tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden gesetzt. Eine Wurzelsperre ist dringend empfohlen, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.

Wann erntet man Meerrettich?

Die Haupternte erfolgt im Spätherbst nach dem ersten Frost, da der Geschmack dann intensiver ist. Alternativ kann auch im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb geerntet werden. Die Wurzeln können bei frostfreiem Boden auch über den Winter im Beet bleiben.

Wie verhindert man, dass Meerrettich sich zu stark ausbreitet?

Um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern, ist der Einsatz einer tiefen Wurzelsperre (mindestens 60 cm) unerlässlich. Alternativ kann Meerrettich auch in großen, stabilen Kübeln angebaut werden.

Kann man Meerrettich im Topf anbauen?

Ja, Meerrettich kann im Topf angebaut werden, benötigt aber aufgrund seines starken Wurzelwachstums einen sehr großen Kübel (mindestens 20-30 Liter Volumen und 40 cm Tiefe) mit guter Drainage.

Warum wird mein Meerrettich holzig?

Faserige oder holzige Wurzeln können durch zu lange Standzeit der Pflanzen, Trockenstress, Nährstoffmangel oder zu schwere, verdichtete Böden entstehen. Regelmäßige Ernte und gute Bodenpflege beugen dem vor.

Ist Meerrettich für Hund sicher?

Meerrettich ist für Hund als nicht füttern eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: beobachten. Die scharfen Senfölglykoside können bei Hunden Magen-Darm-Reizungen verursachen, insbesondere wenn große Mengen verzehrt werden. Die Dämpfe können Augen und Atemwege reizen.

Ist Meerrettich für Katze sicher?

Meerrettich ist für Katze als nicht füttern eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: beobachten. Die Senfölglykoside sind für die Schärfe verantwortlich und können bei empfindlichen Tieren oder in großen Mengen zu Magen-Darm-Problemen führen. Keine artspezifischen Daten für Katzen, aber die allgemeine Pflanzeninformation deutet auf ein geringes Risiko hin, wenn nicht übermäßig verzehrt.

Ist Meerrettich für Kaninchen sicher?

Meerrettich ist für Kaninchen als nicht füttern eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: beobachten. Meerrettich ist für Kaninchen nicht als giftig eingestuft, aber die Senfölglykoside können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Schärfe kann für Kaninchen unangenehm sein. Es gibt keine spezifischen Daten zur Sicherheit von Kaninchen, daher wird eine vorsichtige Einstufung vorgenommen.

Ist Meerrettich für Wellensittich sicher?

Meerrettich ist für Wellensittich als nicht füttern eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: beobachten. Keine spezifischen Daten für Budgies verfügbar. Senfölglykoside können bei Vögeln Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Schärfe und Reizung durch Dämpfe sind ebenfalls zu berücksichtigen.

Quellen

Öffentliche Quellen

  1. Wikidata entity

    Wikidata · 2026-05-14

  2. GBIF species match

    GBIF · 2026-05-14

  3. Deutschsprachige Wikipedia: Meerrettich

    Wikipedia · 2026-05-14

  4. English Wikipedia: Horseradish

    Wikipedia · 2026-05-14

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