Profil

ZuckerhutCichorium intybus var. foliosum

Zuckerhut ist eine traditionelle Zichoriensorte, die besonders wegen ihrer hervorragenden Winterhärte geschätzt wird. Die straffen, aufrechten Köpfe erinnern an die namensgebende Form und liefern knackiges Blattgemüse, wenn herkömmliche Blattsalate längst den Frösten erlegen sind.

Zuckerhut (Cichorium intybus var. foliosum): Pflanzenportrait für Pflanzenportrait - Gemüse, Korbblütler, Ernten September
Zuckerhut: Pflanzenportrait. Ernte: September - Dezember.

Kurzprofil

Wichtigste Daten

Pflanzen

Juli - August

Ernten

September - Dezember

Wasser

mittel

Gute Nachbarn

BuschbohneMöhreKopfsalat

Meiden

EndivieRadicchio

Anbaudaten

Zuckerhut Anbaudaten

Saattiefe

1 - 2 cm

Pflanzabstand

30 - 35 cm

Reihenabstand

35 - 40 cm

Keimtemperatur

16 - 22 °C

Aussaat und Keimung

Saattiefe1 - 2 cm
Keimtemperatur16 - 22 °C
Keimdauer7 - 14 Tage
Saatgut haltbar3 - 5 Jahre
LichtkeimerNein
DunkelkeimerJa
KaltkeimerNein
Stratifikation nötigNein
Vorquellen empfohlenNein
Direktsaat möglichJa
Vorkultur empfohlenNein

Pflanzung und Abstände

Pflanzabstand30 - 35 cm
Reihenabstand35 - 40 cm
Pflanzen pro m²7 - 9 pro m²
Beetbreiteab 100 cm
Pflanzabstand1 per square foot

Temperatur und Standort

Bodentemperatur12 - 18 °C
Wachstumstemperaturab 5 °C
Optimale Temperatur15 - 20 °C
FrostempfindlichNein
Spätfrost empfindlichNein
Hitzetoleranzmittel
Kältetoleranzhoch

Wasser, Nährstoffe und Pflege

Wassermittel
Kritische WasserphasenAnwachsphase nach dem Verpflanzen, Hauptphase der Kopfbildung im Spätsommer
Bewässerungground_level
Trockenheitmittel
Staunässe empfindlichJa
Mulchen empfohlenJa
NährstoffbedarfSchwachzehrer
Kompost empfohlenJa
Düngersensibilitätmittel

Topf, Stütze und Wuchs

Topf geeignetJa
TopfgrößeVolumen: ab 10 l; Empfohlen: ab 15 l; Durchmesser: ab 30 cm; Tiefe: ab 25 cm
StützeNein
Höhe30 - 45 cm
Breite25 - 35 cm
Wurzeltiefe30 - 50 cm
Wurzelausbreitung20 - 30 cm
Ertrag300 - 600 g

Jahresplan

Zuckerhut Kalender

Alle Pflanzen
VorkulturDirektsaatPflanzenErnten

Vorkultur

Keine Angaben

Vorkultur ist unüblich, da Zuckerhut meist direkt gesät wird, um Schossen zu vermeiden.

Direktsaat

Juni - Juli

Aussaat von Mitte Juni bis Mitte Juli. Zu frühe Aussaat führt zu vorzeitigem Schossen.

Pflanzen

Juli - August

Pflanzung von Jungpflanzen im Hochsommer mit ausreichendem Abstand.

Ernten

September - Dezember

Ernte ab September bis in den Winter hinein. Verträgt leichte Nachtfröste.

Jahresplan
  1. Direktsaat ins Freiland
  2. Vereinzeln und Pflanzen
  3. Unkrautregulierung und Bewässerung
  4. Erntebeginn
  5. Haupternte und Frostschutz
  6. Winterernte
  7. Abschlussente

Anbau

Zuckerhut Standort, Boden und Pflege

Pflanzabstand

30 - 35 cm

Lagerung

Storage suitable: ja, Storage methods: Einschlagen in feuchten Sand im kühlen Keller, Lagerung in Kisten im kühlen, frostfreien Raum, Lagerung im Kühlschrank-Gemüsefach

Cultivation tricks: Säen Sie den Zuckerhut keinesfalls vor Mitte Juni aus. Die Pflanzen reagieren stark auf Tageslänge und frühsommerliche Kältereize, was zu vorzeitigem Schossen führt., Culinary tip: Lichte Nachtfröste im Spätherbst wandeln einen Teil der enthaltenen Stärke in Zucker um, wodurch die ausgeprägte Bitternote des Intybins milder und harmonischer wird.

Schnitt

Zuckerhut Schnitt

Schnittzeit

Herbst

September - November

Putzarbeiten und Erntevorbereitung Regelmäßige Kontrolle auf bodennahe Fäulnis; betroffene Blätter wegschneiden, um die Luftzirkulation am Kopf zu verbessern.

Entfernen

  • Gelbe, welke oder bodennah faulende Außenblätter im Spätherbst entfernen
  • Kranke Blattschichten bei Pilzbefall sofort herausschneiden
  • Schossende Blütentriebe im ersten Standjahr entfernen, falls eine Beerntung als Salat gewünscht ist

Erhalten

  • Das geschlossene, feste Herz der Salatborte
  • Die gesunden inneren Blattschichten, die den kompakten Kopf formen
  • Die tiefe Pfahlwurzel während der gesamten Wachstumsphase

Vermeiden

  • Verletzung des Strunkes oder des Herzens bei Pflegemaßnahmen
  • Rückschnitt der Blätter während der primären sommerlichen Wachstumsphase
  • Ernten oder Einkürzen bei gefrorenem Zustand der Pflanze

Werkzeug & Hygiene

Erntemesser müssen scharf und vor dem Einsatz gereinigt sein, um keine Fäulniserreger (wie Sclerotinia) von Kopf zu Kopf zu übertragen.

Mischkultur

Zuckerhut Mischkultur

Mischkultur

Gute Nachbarn

BuschbohneMöhreKopfsalat

Meiden

EndivieRadicchio

Gesundheit

Schädlinge, Krankheiten

Häufige Fragen

Warum wird mein Zuckerhut bitter und wie kann ich es abmildern?

Zuckerhut enthält von Natur aus den Bitterstoff Intybin, der gesund für die Verdauung ist. Zu wenig Wasser im Sommer verstärkt die Bitterkeit. Mildern lässt sie sich durch späte Ernte nach dem ersten Frost sowie kurzes Waschen der Blätter in lauwarmem Wasser.

Verträgt Zuckerhut Frost im Winterbeet?

Ja, Zuckerhut ist extrem frosthart und verträgt mäßige Fröste von etwa -6°C bis -8°C problemlos im Freiland. Bei anhaltendem, tiefem Dauerfrost empfiehlt sich das Auflegen eines schützenden Gartenflieses.

Verwandte Pflanzen

Sonnenblume

Gleiche Familie

Beide gehören zur Familie der Asteraceae; Anbaupause einhalten.

Endivie

Gleiche Kulturgruppe

Beide werden als spätsommerliche Salatpflanzen mit ähnlichen Kulturansprüchen geführt.

Kopfsalat

Ähnliche Krankheiten

Gemeinsame Anfälligkeit für Sclerotinia-Salatfäule und Wurzelläuse.

Möhre

Ähnlicher Nährstoffbedarf

Beide zählen zu den Schwachzehrern und gedeihen gut auf Beeten mit moderatem Nährstoffniveau.

Buschbohne

Ähnlicher Wasserbedarf

Benötigen während der Hauptwachstumsphase im Hochsommer stetige, gleichmäßige Bodenfeuchte.

Quellen

Öffentliche Quellen

  1. Wikidata entity

    Wikidata · 2026-05-16

  2. GBIF species match

    GBIF · 2026-05-16

  3. Deutschsprachige Wikipedia: Zuckerhut (Antarktika)

    Wikipedia · 2026-05-16

  4. English Wikipedia: Mount Zuckerhut

    Wikipedia · 2026-05-16

Details

Weitere öffentliche Pflanzendaten

Names
Common

Zuckerhut

Plural

Zuckerhut-Salate

BotanicalCichorium intybus var. foliosum
Botanical authorHegi
Scientific synonyms
  1. Cichorium intybus convar. foliosum
Synonyms
  1. Zuckerhut-Salat
  2. Fleischkraut
Common synonyms
  1. Zuckerhut-Salat
  2. Fleischkraut
Regional names
  1. Fleischkraut (Schweiz)
Historical names
Market names
  1. Zuckerhut
Misspellings
International names
Fr
  1. Chicorée pain de sucre
Es
  1. Achicoria pan de azúcar
It
  1. Cicoria pan di zucchero
Ambiguous names
  1. NameZuckerhut
    Languagede
    Shared with
    1. Sugarloaf Mountain
    2. Sugar cone
    Clarification

    Bezieht sich hier ausschließlich auf die Salatzichorie und nicht auf geografische Erhebungen oder Zuckerformen.

Search terms
  1. Zuckerhut
  2. Zuckerhutsalat
  3. Zichoriensalat
  4. Wintersalat
Taxonomy
KingdomPlantae
Clades
  1. Tracheophytes
  2. Angiosperms
  3. Eudicots
  4. Asterids
OrderAsterales
Family botanicalAsteraceae
Family

Korbblütler

Family idasteraceae
SubfamilyCichorioideae
TribeCichorieae
GenusCichorium
SpeciesCichorium intybus
SubspeciesCichorium intybus subsp. intybus
Botanical varietyCichorium intybus var. foliosum
Cultivar groupSugarloaf Group
Hybrid statusnot_hybrid
Related crops
  1. radicchio
  2. endive
  3. chicory
Classification
Main groupvegetables
Sub groupleafy_greens
Crop groupsalad_crops
Life cyclebiennial
Perennialnein
Woodynein
Treenein
Shrubnein
Essbare Teile
  1. Blätter
  2. Blattkopf
Nutrient grouplow_feeder
Calendar
Sowing indoor
Notes

Vorkultur ist unüblich, da Zuckerhut meist direkt gesät wird, um Schossen zu vermeiden.

Sowing outdoor
Months
  1. 6
  2. 7
Earliest month6
Latest month7
Notes

Aussaat von Mitte Juni bis Mitte Juli. Zu frühe Aussaat führt zu vorzeitigem Schossen.

Planting out
Months
  1. 7
  2. 8
Earliest month7
Latest month8
Notes

Pflanzung von Jungpflanzen im Hochsommer mit ausreichendem Abstand.

Harvest
Months
  1. 9
  2. 10
  3. 11
  4. 12
Earliest month9
Latest month12
Notes

Ernte ab September bis in den Winter hinein. Verträgt leichte Nachtfröste.

Month tasks
6
  1. Direktsaat ins Freiland vorbereiten und durchführen.

7
  1. Sämlinge vereinzeln oder Jungpflanzen ins Beet setzen; gleichmäßig feucht halten.

8
  1. Beete unkrautfrei halten und bei Trockenheit regelmäßig gießen.

9
  1. Erste erntereife Köpfe für den Frischverzehr schneiden.

10
  1. Hauptente fortsetzen; Köpfe bei anhaltendem Dauerfrost schützen.

11
  1. Winterernte durchführen; ggf. mit Vlies gegen starken Frost abdecken.

12
  1. Letzte Köpfe ernten oder bei mildem Wetter im Beet belassen.

Month tasks structured
6
  1. Tasksowing_outdoor
    Label

    Direktsaat ins Freiland

    Priorityhoch
    Months
    1. 6
    Conditionwarm_soil
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Optimale Aussaatzeit nutzen, um Schossen zu verhindern.

7
  1. Taskthinning_planting
    Label

    Vereinzeln und Pflanzen

    Prioritymittel
    Months
    1. 7
    Conditionmoist_soil
    Estimated effortmittel
    Notes

    Sämlinge auf den endgültigen Abstand bringen.

8
  1. Taskwatering_weeding
    Label

    Unkrautregulierung und Bewässerung

    Prioritymittel
    Months
    1. 8
    Conditiondry_weather
    Estimated effortmittel
    Notes

    Regelmäßiges Hacken fördert das Wachstum und spart Wasser.

9
  1. Taskharvest
    Label

    Erntebeginn

    Priorityniedrig
    Months
    1. 9
    Conditionready_to_harvest
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Zuerst die am besten entwickelten Köpfe ernten.

10
  1. Taskharvest_protection
    Label

    Haupternte und Frostschutz

    Priorityhoch
    Months
    1. 10
    Conditionfrost_risk
    Estimated effortmittel
    Notes

    Bei starkem Frost mit Vlies abdecken.

11
  1. Taskwinter_harvest
    Label

    Winterernte

    Prioritymittel
    Months
    1. 11
    Conditionopen_weather
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Köpfe idealerweise an frostfreien Tagen schneiden.

12
  1. Taskfinal_harvest
    Label

    Abschlussente

    Priorityniedrig
    Months
    1. 12
    Conditionbefore_deep_freeze
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Letzte Bestände vor massivem Dauerfrost einbringen.

Beschreibung
Overview

Zuckerhut ist eine traditionelle Zichoriensorte, die besonders wegen ihrer hervorragenden Winterhärte geschätzt wird. Die straffen, aufrechten Köpfe erinnern an die namensgebende Form und liefern knackiges Blattgemüse, wenn herkömmliche Blattsalate längst den Frösten erlegen sind.

Monatsaufgaben
6
  1. Tasksowing
    Label

    Aussaat im Freiland

    Priorityhoch
    Months
    1. 6
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Reihensaat direkt ins Beet.

7
  1. Taskthinning
    Label

    Pflanzen vereinzeln

    Prioritymittel
    Months
    1. 7
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Zu dichte Sämlinge entfernen oder umpflanzen.

8
  1. Taskmaintenance
    Label

    Beetpflege

    Prioritymittel
    Months
    1. 8
    Estimated effortmittel
    Notes

    Gleichmäßig wässern, um Bitterstoffe zu regulieren.

9
  1. Taskharvest
    Label

    Ernte

    Priorityniedrig
    Months
    1. 9
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Bedarfsweise Ernte von Salatköpfen.

10
  1. Taskharvest
    Label

    Haupternte

    Priorityhoch
    Months
    1. 10
    Estimated effortmittel
    Notes

    Lagerernte vorbereiten.

11
  1. Taskprotection
    Label

    Frostschutz auflegen

    Prioritymittel
    Months
    1. 11
    Conditionfrost
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Schützt die Blattschichten vor dem Erfrieren.

12
  1. Taskharvest
    Label

    Winterernte

    Priorityniedrig
    Months
    1. 12
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Letzte Köpfe frisch aus dem Beet ernten.

Anbaudaten
Seed
Seed depth cm min.1
Seed depth cm max.2
Light germinatornein
Dark germinatorja
Cold germinatornein
Stratification needednein
Pre soaking recommendednein
Germination Temperatur c min.16
Germination Temperatur c max.22
Germination days min.7
Germination days max.14
Seed lifespan years min.3
Seed lifespan years max.5
Direct sowing possibleja
Pre culture recommendednein
Spacing
Plant spacing cm min.30
Plant spacing cm max.35
Row spacing cm min.35
Row spacing cm max.40
Recommended density per sqm min.7
Recommended density per sqm max.9
Thinning distance30 cm
Min. bed width100 cm
Square foot gardening spacing1 per square foot
Abstandshinweise

Zu enger Stand mindert die Kopfbildung und erhöht die Fäulnisgefahr im Herbst.

Growth dimensions
Height cm min.30
Height cm max.45
Width cm min.25
Width cm max.35
Root depth cm min.30
Root depth cm max.50
Root spread cm min.20
Root spread cm max.30
Growth speedmittel
Hinweise zur Endgröße

Bildet straffe, hochgezogene, kegelförmige Köpfe aus.

Temperature
Min. growing Temperatur5 °C
Optimal Temperatur c min.15
Optimal Temperatur c max.20
Max. heat tolerance28 °C
Soil Temperatur for sowing c min.12
Soil Temperatur for sowing c optimal18
Frost sensitivenein
Late frost sensitivenein
Heat tolerancemittel
Cold tolerancehoch
Temperaturhinweise

Verträgt mäßigen Frost bis etwa -6°C bis -8°C unbeschadet.

Water
Wasserbedarfmittel
Critical water phases
  1. Anwachsphase nach dem Verpflanzen
  2. Hauptphase der Kopfbildung im Spätsommer
Drought tolerantnein
Drought sensitivitymittel
Waterlogging sensitiveja
Mulching recommendedja
Wasserhinweise

Gleichmäßige Feuchtigkeit verhindert bittere Köpfe; Staunässe fördert Herzfäule.

Nutrition
Nutrient groupSchwachzehrer
Heavy feedernein
Medium feedernein
Light feederja
Nitrogen needniedrig
Phosphorus needmittel
Potassium needmittel
Calcium needmittel
Magnesium needniedrig
Compost recommendedja
Mulching recommendedja
Fertilizer sensitivitymittel
Nährstoffhinweise

Ein Überangebot an Stickstoff mindert die Frosthärte und führt zu lockerer Kopfbildung.

Container
Container suitableja
Min. pot volume10 l
Recommended pot volume15 l
Min. pot depth25 cm
Min. pot diameter30 cm
Plants per container min.1
Plants per container max.1
Drainage requiredja
Repotting needednein
Topfhinweise

Wegen der tiefgehenden Pfahlwurzel sind ausreichend tiefe Gefäße zu wählen.

Support
Needs supportnein
Support recommendednein
Climbingnein
Viningnein
Trellis recommendednein
Training requirednein
Stützhinweise

Die Kultur wächst eigenständig aufrecht kompakt.

Cultivation modes
Outdoor bed suitableja
Raised bed suitableja
Container suitableja
Balcony suitableja
Greenhouse suitablenein
Polytunnel suitableja
Indoor suitablenein
Windowsill suitablenein
Hydroponic possiblenein
Permaculture suitableja
No dig suitableja
Yield density
Yield per plant min.300
Yield per plant max.600
Yield unitg
Yield per sqm min.2,5
Yield per sqm max.4,5
Yield reliabilityhoch
Ertragshinweise

Das Gewicht ist stark von der Wasserversorgung im Spätsommer abhängig.

Site
Exposuresunny_to_partially_shaded
Sunlight hours min.4
Wind tolerancehoch
Microclimate preferences
  1. Bevorzugt offene, gut durchlüftete Lagen, um herbstliche Fäulnis zu minimieren.
Soil
Soil typeloamy_sand_to_clayey_loam
PH min.6
PH max.7,5
Humus contentmittel
Drainagegut
Bodenhinweise

Tiefgründiger, humoser und gut speicherfähiger Gartenboden ist ideal.

Watering
Frequencyregular
Water quality sensitivityniedrig
Watering notes

In den Hauptwachstumsmonaten August und September darf der Boden nie ganz austrocknen.

Nutrition
Primary fertilizermatured_compost
Application timing

Geringe Kompostgabe direkt vor der Aussaat oder Pflanzung einarbeiten.

Anbauplanung
Succession sowing
Possiblenein
Bed planning notes

Guter Nachbar für Bohnen, Erbsen, Möhren und Kopfsalat. Schlechter Nachbar für andere Zichorien.

Rotation prioritymittel
Interplanting potentialmittel
Mechanization relevanceniedrig
Fruchtfolge
Years break3
Preceding crops
Suitable
  1. pisum_sativum
  2. phaseolus_vulgaris
  3. solanum_lycopersicum
  4. cucumis_sativus
Unsuitable
  1. cichorium_intybus
  2. lactuca_sativa
  3. helianthus_annuus
Succeeding crops
Suitable
  1. allium_cepa
  2. allium_porrum
  3. spinacia_oleracea
Unsuitable
  1. cichorium_endivia
  2. radicchio
Notes

Wegen der Gefahr von bodenbürtigen Pilzkrankheiten sollte eine dreijährige Anbaupause zu anderen Korbblütlern eingehalten werden.

Deficiencies
Profiles
  1. Slugcalcium_deficiency
    Name

    Calciummangel (Blattrandnekrose)

    Symptoms

    Absterben und Braunfärbung der inneren Blattränder im Kopf.

    Remedy

    Gleichmäßige Wasserversorgung sicherstellen; ggf. Algenkalk verabreichen.

Problems
Profiles
  1. Slugpremature_bolting
    Name

    Vorzeitiges Schossen

    Symptoms

    Streckung des Stängels, Blütenbildung statt kompakter Kopfbildung.

    Causes

    Zu frühe Aussaat im Frühjahr oder langanhaltender Kältereiz bei Jungpflanzen.

Problemmanagement
Common pest groups
  1. Blattläuse
  2. Schnecken
  3. Wurzelläuse
Common disease groups
  1. Echter Mehltau
  2. Falscher Mehltau
  3. Salatfäule (Sclerotinia, Botrytis)
Prevention principles
  1. Aussatfenster strikt einhalten (Mitte Juni bis Mitte Juli).
  2. Weite Pflanzabstände für schnelles Abtrocknen der Blätter wählen.
  3. Ausgewogene Bewässerung direkt am Boden, um Herzfäule zu verhindern.
Diagnosis notes

Welkesymptome im Herbst deuten meist auf Salatwurzelläuse oder beginnende Halsfäule hin.

Krankheitsdaten
Scopecichorium_intybus_care
Profiles
  1. Slugbotrytis_cinerea
    Severitymedium_to_high
    Conditions
    1. Anhaltend feuchte Witterung im Herbst
    2. Mangelnde Luftzirkulation durch zu dichten Stand
    Affected parts
    1. Äußere Blattschichten
    2. Strunkbasis
    Prevention
    1. Reihenabstand einhalten
    2. Unkraut regelmäßig entfernen
    Organic control
    1. Befallene Blätter frühzeitig entfernen
    2. Schachtelhalmextrakt spritzen
Diagnostic rules
  1. Symptom

    Blätter werden von außen nach innen matschig und braun

    Possible causes
    1. botrytis_cinerea
    2. sclerotinia_sclerotiorum
    First checks
    1. Basis auf weißes Myzel prüfen
    2. Feuchtigkeitsgehalt des Bodens kontrollieren
Prevention strategy
Cultural
  1. Streng auf den Aussaatzeitpunkt achten, um temperaturbedingtes Schossen zu vermeiden.
  2. Fruchtfolge einhalten.
Monitoring
  1. Ab August regelmäßig auf Blatt- und Wurzelläuse kontrollieren.
  2. Herbstkontrolle auf Schneckenfraß.
Organic first response
  1. Bei Schneckenbefall sofort absammeln oder Schneckenkorn (Eisen-III-phosphat) streuen.
  2. Betroffene Einzelpflanzen isolieren.
Notes

Zuckerhut ist im Allgemeinen robuster als herkömmlicher Kopfsalat, reagiert aber empfindlich auf herbstliche Staunässe.

Diagnosis
General guide

Symptome an Zuckerhut betreffen meist die Festigkeit des Kopfes oder Verfärbungen der Blattränder.

Phenology
Stages
  1. Keimung und Jugendphase im Hochsommer
  2. Rosettenbildung und vegetative Wachstumsphase ab Spätsommer
  3. Kopfbildung mit dichter Schichtung im Herbst
  4. Reifephase und winterliche Ruhephase
  5. Schossen, Blütenknospen- und Samenbildung im zweiten Standjahr
Notes

Zuckerhut wächst im ersten Jahr rein vegetativ als dichter, kegelförmiger Kopf. Die Blütenbildung erfolgt als zweijährige Pflanze erst nach einer winterlichen Kälteperiode im darauffolgenden Sommer.

Blüte und Bestäubung
Flowering months
  1. 6
  2. 7
  3. 8
Flower color

Hellblau bis Violettblau

Flower type

Körbchenblüten, typisch für Wegwarten

Harvest
Harvest months
  1. 9
  2. 10
  3. 11
  4. 12
Peak harvest months
  1. 10
  2. 11
Methods
  1. Abschneiden des Kopfes dicht über dem Erdboden mit einem scharfen Messer
Erntedetails
Harvest frequency

Einmalige Ernte pro Pflanze; Köpfe werden je nach Bedarf und Entwicklungsstand sukzessive geerntet.

Harvest indicators
  1. Köpfe fühlen sich fest und kompakt an
  2. Typische längliche, kegelförmige Ausprägung ist vollendet
  3. Erste leichte Fröste sind aufgetreten (verbessert den Geschmack)
Post harvest handling

Die äußeren, unansehnlichen oder beschädigten Blätter direkt auf dem Beet entfernen. Den Strunk glatt abschneiden. Bei feuchter Witterung die Köpfe vor dem Einlagern abtrocknen lassen.

Storage
Storage suitableja
Storage methods
  1. Einschlagen in feuchten Sand im kühlen Keller
  2. Lagerung in Kisten im kühlen, frostfreien Raum
  3. Lagerung im Kühlschrank-Gemüsefach
Lagerdetails
General storage category

Sehr gut lagerfähiges Wintergemüse

Storage life

Im kühlen Keller oder Lagerraum ca. 2 bis 3 Monate; im Kühlschrank in Papier gewickelt bis zu 4 Wochen.

Processing options
  1. Frische Verwendung als Wintersalat
  2. Kurzes Dünsten oder Bräunen in der Pfanne
  3. Kochen in Suppen und Eintöpfen
Verarbeitung und Nutzung
Primary use

Frischer Salat für die späte Herbst- und Winterzeit

Suitability
  1. Salatrohkost
  2. Pfannengemüse
  3. Überbacken
  4. Eintopfzutat
Küchennutzung
Flavor profile

Herzhaft, nussig, mit einer feinen, typischen Bitternote, die durch Frost milder wird.

Preparation tips

Um überschüssige Bitterstoffe zu reduzieren, kann man den Salat in lauwarmem Wasser waschen oder den dicken Strunk sowie die starken Blattrippen entfernen. Harmoniert hervorragend mit süßen Komponenten wie Apfel, Birne oder Mandarinen im Dressing.

Essbarkeit und Sicherheit
Essbare Teile
  1. Blätter
  2. Innere zarte Blattschichten
  3. Gebleichtes Herz
Nicht essbare oder kritische Teile
  1. Harter, holziger Strunk (ungenießbar)
  2. Wurzel (sehr bitter, kulturabhängig zäh)
Sicherheitshinweise

Völlig ungiftig. Die enthaltenen Bitterstoffe (Intybin) sind gesundheitsfördernd und regen Verdauung und Stoffwechsel an.

Rohverzehr

Sehr gut geeignet; bildet die klassische Verzehrform als knackiger Wintersalat.

Saatgutgewinnung
Possibleja
Isolation distance meters500
Difficulty

Fortgeschritten, da die Pflanze zweijährig ist und im Winter geschützt werden muss.

Saatgutgewinnung vertieft
Overwintering method

In rauen Lagen die selektierten Samenträger im Spätherbst ausgraben, Strunk leicht einkürzen und frostfrei, aber kalt einschlagen. Im Frühjahr (April) wieder ins Beet pflanzen.

Hybridization risk

Sehr hoch mit wilder Wegwarte (Cichorium intybus) sowie anderen Zichorienarten wie Radicchio und Chicorée. Blühzeiten müssen isoliert werden.

Gehölzdetails
Rootstock relevancenot_applicable
Renewal pruning relevancenot_applicable
Notes

Zuckerhut ist eine krautige, zweijährige Gemüsepflanze und bildet kein verholzendes Gewebe oder Kronenstrukturen aus. Wurzelstöcke oder klassische Erziehungssysteme existieren hierfür nicht.

Ecology
Pollinator valuehoch
Wildlife valuemittel
Biodiversity notes

Wenn Pflanzen im zweiten Jahr zum Blühen kommen, bieten die hellblauen Körbchenblüten eine hervorragende, pollenreiche Bienenweide am Vormittag.

Additional ecological notes

Tiefwurzelnde Pfahlwurzel lockert verdichtete Bodenschichten biologisch auf.

Praxisnotizen
Cultivation tricks
  1. Säen Sie den Zuckerhut keinesfalls vor Mitte Juni aus. Die Pflanzen reagieren stark auf Tageslänge und frühsommerliche Kältereize, was zu vorzeitigem Schossen führt.

Culinary tip
  1. Lichte Nachtfröste im Spätherbst wandeln einen Teil der enthaltenen Stärke in Zucker um, wodurch die ausgeprägte Bitternote des Intybins milder und harmonischer wird.

Saisonale Hinweise
Summer

Hauptzeit für Aussaat und Vereinzelung. Unbedingt auf ausreichende Feuchtigkeit achten.

Autumn

Beginn der Ernte für den Frischverzehr; regelmäßige Kontrolle auf Schnecken und herbstliche Pilze.

Winter

Hauptentezeit für Lagerware; Bestände bei starkem Barfrost mit Vlies abdecken.