Pflanzenprofil
GierschAegopodium podagraria
Der Giersch ist für viele Gärtner ein Albtraum, für Kenner jedoch eines der wertvollsten Wildgemüse. Seine Unverwüstlichkeit verdankt er einem dichten Netz aus unterirdischen Rhizomen. Wer ihn im Zaum hält, wird mit einer dauerhaften Ernte belohnt, die geschmacklich an eine Mischung aus Petersilie und Sellerie erinnert.

Kurzprofil
Wichtigste Daten
Geeignete Anbauorte:
Voranzucht & Direktsaat
Giersch: Aussaat und Keimung
Vorkultur meist unnötig, da sich die Pflanze stark über Rhizome vermehrt.
Aussaat im Freiland möglich, aber selten praktiziert; keimt oft unregelmäßig.
Pflanzung & Standort
Giersch: Pflanzung und Abstände
Auspflanzen von Rhizomstücken jederzeit während der frostfreien Zeit möglich.
Standort & Praxis
Niemals Rhizomstücke auf den Kompost werfen, außer es handelt sich um einen Heißkomposter.
Temperatur & Frost
Giersch: Temperatur und Standort
Wasser & Nährstoffe
Giersch: Wasser, Nährstoffe und Pflege
Topf & Wuchs
Giersch: Topf, Stütze und Wuchs
Jahresplan
Giersch Kalender
Wiederkehrende Aufgaben
Jetzt relevant
Juni
- Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Als Nächstes
Juli
- Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Monatsaufgaben
Einzelaufgaben aus Monatsdaten; wiederkehrende Saisonfenster stehen oben im Überblick.
Januar
Ruhephase
Februar
Ruhephase
März
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
April
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Mai
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Juni
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
August
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
September
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Oktober
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
November
Keine zusätzliche Einzelaufgabe
Dezember
Ruhephase
Blüte & Bestäubung
Giersch Blüte & Bestäubung
Blütentyp
Doppeldolde
Blütenfarbe
Weiß
Selbstfruchtbarkeit
teilweise selbstfruchtbar
Bestäuber nötig
ja
Überblick
Die Bestäubung erfolgt unspezifisch durch diverse Insekten, insbesondere Schwebfliegen und Käfer.
Hinweise
Die Blüten bieten leicht zugänglichen Nektar für Insekten mit kurzen Rüsseln.
Schnitt & Pflege
Giersch Schnitt & Pflege
Schnittart
cut-and-come-again
Schnittzeit
Ertragsschnitt Regelmäßiger Schnitt fördert den zarten Wiederaustrieb.
Verhinderung der Aussaat Entfernen der Dolden vor der Braunfärbung.
Entfernen
Erhalten
Vermeiden
Werkzeug & Hygiene
Werkzeuge nach dem Graben gründlich reinigen, um Rhizomstücke nicht in andere Gartenbereiche zu verschleppen.
Mischkultur
Giersch Mischkultur
Nutzung & Lagerung
Giersch Nutzung & Lagerung
Beste Qualität der jungen Blätter im Frühjahr (März bis Mai).
Lagerung
Kurzzeitlagerung (Frischverzehr)
Haltbarkeit
Frisch: 2-3 Tage; Getrocknet: 12 Monate; Tiefgekühlt: 6 Monate.
Geschmack
Mischung aus Petersilie, Karotte und einem Hauch Sellerie.
Ernten
Beste Qualität der jungen Blätter im Frühjahr (März bis Mai).
Verarbeitung
Nach der Ernte
Blätter direkt in ein feuchtes Tuch einschlagen oder in einem Wasserglas frisch halten.
Essbarkeit & Sicherheit
Giersch Essbarkeit & Sicherheit
Für Menschen
Kurz zusammengefasst: welche Teile essbar sind, welche Teile kritisch bleiben und ob Rohverzehr sinnvoll ist.
Sicherheitshinweise
Ungiftig, aber Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie dem Schierling besteht.
Tiersicherheit
Für viele Tiere ist diese Pflanze eher unproblematisch: 14 Tierarten sind als geeignet oder eher geeignet eingestuft. Trotzdem sollten Menge, Pflanzenteil und individuelle Verträglichkeit beachtet werden.
Jede Zeile zeigt direkt, welche Teile eher geeignet und welche kritisch sind.
Haustiere
HundBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Giersch (Aegopodium podagraria) gilt als ungiftig für Hunde. Junge Triebe, Blätter, Stiele und Blüten können in Maßen gefüttert werden. Wurzeln sind ungenießbar und ältere Blätter können bitter sein. Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern muss ausgeschlossen werden.
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KatzeBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Giersch wird allgemein als ungiftig für Katzen angesehen und kann in Maßen gefüttert werden. Junge Triebe sind besonders schmackhaft und nährstoffreich. Aufgrund des Verwechslungsrisikos mit giftigen Doldenblütlern sollte sichergestellt sein, dass die Pflanze korrekt identifiziert wird. Bei Unsicherheit Fütterung vermeiden. Bei Verzehr großer Mengen können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
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KaninchenBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Giersch ist für Kaninchen essbar und wird als Futterpflanze geschätzt. Junge Triebe sind besonders geeignet. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht, daher sichere Identifikation wichtig.
Tierseite öffnen
MeerschweinchenBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Keine direkte artspezifische Quelle für Meerschweinchen gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil für Kaninchen und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.
Tierseite öffnen
HamsterBlätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Blätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
beobachten
Blätter, Stiele und Blüten sind für Hamster in kleinen Mengen als Leckerli geeignet. Wurzeln und Samen sollten vermieden werden aufgrund möglicher Unverträglichkeit und Verwechslungsrisiko mit giftigen Pflanzen. Nicht als Hauptfutter verwenden.
Tierseite öffnen
WellensittichBlätter, Stiele
Samen
Blätter, Stiele
Samen
Übermäßiger Samenverzehr, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern
Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall
beobachten
Blätter, Stiele und Blüten sind für Wellensittiche in Maßen geeignet. Samen enthalten Furanocumarine und sollten vermieden werden. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen wie Schierling besteht. Nur sichere Teile füttern. Bei Unsicherheit nicht füttern.
Tierseite öffnenNutztiere
PferdBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Giersch (Aegopodium podagraria) wird als unbedenkliches Futterpferd angesehen. Junge Triebe sind besonders schmackhaft und nährstoffreich. Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern muss ausgeschlossen werden.
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HuhnBlätter, Stiele
Samen
Blätter, Stiele
Samen
Übermäßiger Samenverzehr, Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern
Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall
beobachten
Blätter, Stiele und Blüten sind für Hühner in Maßen geeignet und werden gern gefressen. Samen enthalten Furanocumarine und können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Verwechslungsgefahr mit Schierling besteht. Junge Triebe sind besonders schmackhaft und nahrhaft. Als ergänzendes Futter geeignet, nicht als Hauptfutter. Bei Symptomen Tier beobachten und bei anhaltenden Beschwerden Tierarzt…
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EnteBlätter, Stiele
Samen
Blätter, Stiele
Samen
Übermäßiger Samenverzehr, Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern
Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall
beobachten
Blätter, Stiele und Blüten sind für Enten essbar und werden gelegentlich als Leckerbissen gefressen. Samen enthalten Furanocumarine und können bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Aufgrund des Verwechslungsrisikos mit giftigen Schierlingen sollte sichergestellt sein, dass die Pflanze korrekt identifiziert wird. Nicht als Hauptfutter geeignet, aber als gelegentliches Grünfutter akzeptabel.
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GansBlätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Blätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Blätter, Stiele und Blüten des Gierschs sind für Gänse essbar und werden als nahrhaftes Futter geschätzt. Wurzeln und Samen sollten vermieden werden aufgrund möglicher Unverträglichkeit. Gefahr der Verwechslung mit giftigen Ähnlingen besteht. Nur junge, zarte Teile füttern.
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SchafBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Giersch wird von Schafen allgemein als sichere Futterpflanze akzeptiert. Junge Triebe sind besonders schmackhaft und nahrhaft. Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern besteht, daher sichere Identifikation vor der Fütterung sicherstellen.
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ZiegeBlätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Blätter, Stiele
Keine kritischen Teile genannt
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
normalerweise keine Maßnahme
Keine direkte artspezifische Quelle für Ziegen gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil für Schafe und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.
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RindBlätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Blätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern (z.B. Schierling), Übermäßiger Verzehr von Wurzeln oder Samen
Leichte Magen-Darm-Beschwerden bei übermäßigem Verzehr von Wurzeln oder Samen, Photosensibilisierung bei Hautkontakt mit Wurzelsaft bei Sonnenlicht
beobachten
Junge Blätter, Stiele und Blüten sind für Rinder allgemein sicher als ergänzendes Futter in Maßen. Wurzeln und Samen enthalten Furanocumarine, die bei übermäßigem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden und Photosensibilisierung verursachen können. Aufgrund des Verwechslungsrisikos mit giftigen Doldenblütlern sollte eine sichere Identifizierung vor der Fütterung erfolgen. Nicht als Hauptfutter geeignet.
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SchweinBlätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Blätter, Stiele
Wurzeln, Samen
Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie Schierling
beobachten
Blätter, Stiele und Blüten des Giersch sind für Schweine essbar und werden teilweise als Futter verwendet. Wurzeln und Samen sollten vermieden werden aufgrund möglicher Unverträglichkeit. Bei Verwechslung mit giftigen Ähnlichen Pflanzen können Symptome auftreten. Bei Unsicherheit Tierarzt konsultieren.
Tierseite öffnenDie Hinweise dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Aufnahme kritischer Pflanzenteile, auffälligem Verhalten oder Symptomen sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.
Max. Risiko
unklar
Höchste Einstufung
nur in Maßen
Dringlichkeit
beobachten
Saatgut gewinnen
Giersch Saatgut gewinnen
Saatguttyp
schizocarp
Saatgut haltbar
1 - 3 Jahre
Praxis-Tipps
Giersch Praxis-Tipps
Häufige Anfängerfehler
Unterschätzung der Regenerationskraft kleiner Wurzelstücke.
Erfolgsmuster
Regelmäßige Ernte führt zu immer zarteren Blättern.
Schnelle Hebel
Giersch-Pesto ist der schnellste Weg, die Ernte zu verarbeiten.
Praxisbeobachtungen
Unter dichten Sträuchern ist er oft der einzige grüne Bodendecker, der besteht.
Gesundheit
Schädlinge, Krankheiten
Pflanzengesundheit
Diagnosehilfe
Giersch Diagnosehilfe
Schädlingsgruppen
Blattsaugende Insekten
Krankheitsgruppen
Rostpilze
Vorbeugung
Diagnose
Giersch ist extrem robust; Schäden sind meist rein optisch und gefährden die Pflanze selten.
Kulturführung
Regelmäßiges Mähen zur Schwächung der Rhizome.
Monitoring
Beetränder auf einwandernde Ausläufer kontrollieren.
Erste Reaktion
Manuelles Ausstechen mit der Grabegabel.
Diagnoseregeln
Weiße, mehlige Beläge auf der Blattoberseite
Mögliche Ursachen: Erysiphales
- Blattoberseite auf Abwischbarkeit prüfen.
Häufige Fragen
Wie wird man Giersch dauerhaft los?
Durch konsequentes Aushungern: Wöchentliches Mähen über zwei Jahre oder das akribische Aussieben aller Rhizomstücke.
Ist Giersch für Hund sicher?
Giersch ist für Hund als geeignet eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: normalerweise keine Maßnahme. Giersch (Aegopodium podagraria) gilt als ungiftig für Hunde. Junge Triebe, Blätter, Stiele und Blüten können in Maßen gefüttert werden. Wurzeln sind ungenießbar und ältere Blätter können bitter sein. Verwechslung mit giftigen Doldenblütlern muss ausgeschlossen werden.
Ist Giersch für Katze sicher?
Giersch ist für Katze als nur in Maßen eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: normalerweise keine Maßnahme. Giersch wird allgemein als ungiftig für Katzen angesehen und kann in Maßen gefüttert werden. Junge Triebe sind besonders schmackhaft und nährstoffreich. Aufgrund des Verwechslungsrisikos mit giftigen Doldenblütlern sollte sichergestellt sein, dass die Pflanze korrekt identifiziert wird. Bei Unsicherheit Fütterung vermeiden. Bei Verzehr großer Mengen können leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Ist Giersch für Kaninchen sicher?
Giersch ist für Kaninchen als geeignet eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: normalerweise keine Maßnahme. Giersch ist für Kaninchen essbar und wird als Futterpflanze geschätzt. Junge Triebe sind besonders geeignet. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht, daher sichere Identifikation wichtig.
Ist Giersch für Meerschweinchen sicher?
Giersch ist für Meerschweinchen als geeignet eingestuft. Risiko: unklar. Dringlichkeit: normalerweise keine Maßnahme. Keine direkte artspezifische Quelle für Meerschweinchen gefunden. Diese Einstufung ist eine vorsichtige Ableitung aus dem Profil für Kaninchen und den bekannten pflanzenteilbezogenen Risiken.
Interne Links
Verwandte Pflanzen
Petersilie
Beide gehören zur Familie der Doldenblütler.
Spinat
Gierschblätter können identisch wie Spinat zubereitet werden.
Gefleckter Schierling
Ähnliche Doldenblüten, aber Schierling ist hochgiftig und hat gefleckte Stängel.
Quellen
Öffentliche Quellen
- Wikidata entity
Wikidata · 2026-05-13
- GBIF species match
GBIF · 2026-05-13
- Deutschsprachige Wikipedia: Giersch
Wikipedia · 2026-05-13
- English Wikipedia: Aegopodium podagraria
Wikipedia · 2026-05-13



