Profil

ZuckerwurzelSium sisarum

Die Zuckerwurzel (Sium sisarum) ist ein in Vergessenheit geratenes, mehrjähriges Winterwurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Schon im Mittelalter und der Renaissance hoch geschätzt, liefert sie fächerförmige Bündel aus bleistiftdicken Einzelwurzeln, die nach den ersten Frösten ein herrlich süßes, an Maronen und Pastinaken erinnerndes Aroma entfalten. Da sie völlig frosthart ist, bereichert sie den winterlichen Gemüsegarten frisch vom Beet.

Zuckerwurzel (Sium sisarum): Pflanzenportrait für Pflanzenportrait - Gemüse, Doldenblütler, Ernten Jan, Feb, Okt, Nov, Dez
Zuckerwurzel: Pflanzenportrait. Ernte: Jan, Feb, Okt, Nov, Dez.

Kurzprofil

Wichtigste Daten

Pflanzen

Apr, Mai

Ernten

Okt, Nov, Dez, Jan, Feb

Wasser

hoch

Gute Nachbarn

PorreeSalat

Meiden

MöhrePastinake

Anbaudaten

Zuckerwurzel Anbaudaten

Saattiefe

0,5 - 1 cm

Pflanzabstand

25 - 30 cm

Reihenabstand

35 - 45 cm

Keimtemperatur

5 - 20 °C

Aussaat und Keimung

Saattiefe0,5 - 1 cm
Keimtemperatur5 - 20 °C
Keimdauer20 - 35 Tage
Saatgut haltbar1 - 2 Jahre
LichtkeimerNein
DunkelkeimerNein
KaltkeimerJa
Stratifikation nötigNein
Vorquellen empfohlenJa
Direktsaat möglichJa
Vorkultur empfohlenJa

Pflanzung und Abstände

Pflanzabstand25 - 30 cm
Reihenabstand35 - 45 cm
Pflanzen pro m²8 - 11 pro m²
Beetbreiteab 100 cm
Pflanzabstand4 per square foot

Temperatur und Standort

Bodentemperatur6 - 12 °C
Wachstumstemperaturab 5 °C
Optimale Temperatur15 - 22 °C
FrostempfindlichNein
Spätfrost empfindlichNein
Hitzetoleranzmittel
Kältetoleranzvery_high

Wasser, Nährstoffe und Pflege

Wasserhoch
Kritische WasserphasenHauptwurzelwachstum im Hochsommer
Bewässerungdrip_irrigation
Trockenheithoch
Staunässe empfindlichJa
Mulchen empfohlenJa
NährstoffbedarfMittelzehrer
Kompost empfohlenJa
Düngersensibilitätniedrig

Topf, Stütze und Wuchs

Topf geeignetJa
TopfgrößeVolumen: ab 15 l; Empfohlen: ab 30 l; Durchmesser: ab 30 cm; Tiefe: ab 35 cm
StützeNein
Höhe80 - 120 cm
Breite30 - 45 cm
Wurzeltiefe20 - 30 cm
Wurzelausbreitung15 - 25 cm
Ertrag150 - 300 g

Jahresplan

Zuckerwurzel Kalender

Alle Pflanzen
VorkulturDirektsaatPflanzenErnten

Vorkultur

FebMär

Vorkultur in Töpfen schützt die langsam keimenden Samen vor Unkrautdruck.

Direktsaat

MärAprOktNov

Direktsaat im Frühjahr oder als Kaltkeimer-Aussaat im Spätherbst möglich.

Pflanzen

AprMai

Vorgezogene Jungpflanzen oder geteilte Wurzeln im Frühjahr ins Beet setzen.

Ernten

OktNovDezJanFeb

Ernte ab Oktober den ganzen Winter über möglich, da die Wurzeln völlig frosthart sind. Frost verbessert den Geschmack.

Jahresplan
  1. Aussaat & Vermehrung
  2. Wurzelernte

Anbau

Zuckerwurzel Standort, Boden und Pflege

Pflanzabstand

25 - 30 cm

Lagerung

Suitable storage methods: in_ground, root_cellar, freezing, Optimal temperature c: 0, Optimal humidity percent: 95

Cultivation tips: Geduld bei der Aussaat: Die Samen keimen oft unregelmäßig und benötigen bis zu 4 Wochen., Boden steinfrei halten: In steinigen Böden verzweigen sich die ohnehin dünnen Wurzeln unschön.

Schnitt

Zuckerwurzel Schnitt

cut_to_ground

Ziel

cut_to_ground

Schnittzeit

autumn

OktNov

Bodennah herunterschneiden nach dem Einziehen Das Laub stirbt im Spätherbst ab; ein Rückschnitt erleichtert das spätere Freilegen und Ausgraben der Wurzelbündel im gefrorenen Boden.

spring

FebMär

Säuberung des Beetes vor dem Neuaustrieb Falls das Laub als natürlicher Winterschutz stehen gelassen wurde, wird es nun komplett entfernt, um Platz für die neuen Triebe zu machen.

Entfernen

  • Abgestorbenes, braunes Laub im Spätherbst oder vor dem Neuaustrieb im zeitigen Frühjahr
  • Verblühte Blütendolden im Spätsommer, falls keine Samengewinnung gewünscht ist, um Selbstaussaat zu verhindern

Erhalten

  • Den unterirdischen Wurzelstock (Krone) während der gesamten Winterruhe
  • Frische, bodennah austreibende Blattschöpfe im zeitigen Frühjahr

Vermeiden

  • Beschädigung der brüchigen, fächerförmigen Wurzeln beim vorsichtigen Entfernen alter Triebe
  • Rückschnitt von grünem, aktivem Laub während der sommerlichen Hauptwachstumsphase

Werkzeug & Hygiene

Scharfe Gartenschere verwenden; nach dem Schneiden infizierter Pflanzenteile (z. B. bei Echtem Mehltau) Werkzeug desinfizieren, um Übertragung zu vermeiden.

Mischkultur

Zuckerwurzel Mischkultur

Mischkultur

Gute Nachbarn

PorreeSalat

Meiden

MöhrePastinake

Gesundheit

Schädlinge, Krankheiten

Häufige Fragen

Warum sind meine Zuckerwurzeln holzig und bitter?

Das liegt meist an Trockenstress im Hochsommer. Bei Wassermangel bilden die Wurzeln zähe Fasern aus. Ein konsequentes Mulchen und tiefgründiges Gießen verhindern dies.

Muss man den harten Kernfaden in der Mitte immer mitessen?

Ältere Wurzeln entwickeln einen holzigen Mittelfaden. Dieser lässt sich nach dem Kochen ganz leicht im Ganzen aus der weichen Wurzel herausziehen.

Verwandte Pflanzen

Möhre

Gleiche Familie

Beide gehören zu den Apiaceae; erhöhte Vorsicht bei gemeinsamen Schädlingen.

Pastinake

Gleiche Kulturgruppe

Teilen ähnliche Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und tiefgründige Lockerung.

Möhrenfliege

Ähnliche Krankheiten

Hauptschädling für beide Kulturpflanzen, befällt die zarten Wurzeln.

Zwiebel

Ähnlicher Nährstoffbedarf

Beide zählen zu den Mittelzehrern und vertragen keinen frischen, stickstoffreichen Mist.

Porree

Ähnlicher Wasserbedarf

Benötigen im Hochsommer konstante Feuchtigkeit für zartes Gewebe.

Quellen

Öffentliche Quellen

  1. Wikidata entity

    Wikidata · 2026-05-16

  2. GBIF species match

    GBIF · 2026-05-16

  3. Deutschsprachige Wikipedia: Zuckerwurzel

    Wikipedia · 2026-05-16

  4. English Wikipedia: Sium sisarum

    Wikipedia · 2026-05-16

Details

Weitere öffentliche Pflanzendaten

Names
Common

Zuckerwurzel

Plural

Zuckerwurzeln

BotanicalSium sisarum
Botanical authorL.
Scientific synonyms
  1. Apium sisarum
  2. Sisarum sisaroideum
  3. Sium brevifolium
  4. Sium podolicum
  5. Selinum sisarum
  6. Sium sisaroideum
  7. Seseli sisarum
  8. Sium sisarum var. lancifolium
  9. Carum sisarum
  10. Sium sisarum subsp. sisaroideum
  11. Sium sisarum var. vulgare
  12. Pimpinella sisaroidea
  13. Berula lancifolia
  14. Pimpinella sisarum
Synonyms
  1. Gierlen
  2. Görlin
  3. Zuckerwurz
  4. Süßwurzel
  5. Zuckermerk
Common synonyms
  1. Gierlen
  2. Görlin
  3. Zuckerwurz
  4. Süßwurzel
  5. Zuckermerk
Regional names
  1. Crummock
  2. Sciréad
Historical names
  1. Skirwhit
  2. Skirwort
Market names
Misspellings
International names
Fr
  1. Chervis
Es
  1. Chirivía tudesca
It
  1. Sio
Pl
  1. Marek cukrowy
Search terms
  1. Zuckerwurzel
  2. Zuckerwurz
  3. Zuckermerk
Taxonomy
KingdomPlantae
Clades
  1. Tracheophyta
  2. Spermatophytina
  3. Angiospermae
  4. Eudicotyledoneae
  5. Asteridae
  6. Campanulidae
OrderApiales
Family botanicalApiaceae
Family

Doldenblütler

Family idapiaceae
SubfamilyApioideae
TribeSelineae
GenusSium
SpeciesSium sisarum
Hybrid statusnot_hybrid
Related crops
  1. Daucus carota
  2. Pastinaca sativa
Classification
Main groupvegetables
Sub grouproot_vegetables
Crop grouproot_crops
Life cycleMehrjährig
Perennialja
Woodynein
Treenein
Shrubnein
Essbare Teile
  1. Wurzel
Nutrient groupmedium_feeders
Calendar
Sowing indoor
Months
  1. 2
  2. 3
Earliest month2
Latest month3
Notes

Vorkultur in Töpfen schützt die langsam keimenden Samen vor Unkrautdruck.

Sowing outdoor
Months
  1. 3
  2. 4
  3. 10
  4. 11
Earliest month3
Latest month11
Notes

Direktsaat im Frühjahr oder als Kaltkeimer-Aussaat im Spätherbst möglich.

Planting out
Months
  1. 4
  2. 5
Earliest month4
Latest month5
Notes

Vorgezogene Jungpflanzen oder geteilte Wurzeln im Frühjahr ins Beet setzen.

Harvest
Months
  1. 10
  2. 11
  3. 12
  4. 1
  5. 2
Earliest month10
Latest month2
Notes

Ernte ab Oktober den ganzen Winter über möglich, da die Wurzeln völlig frosthart sind. Frost verbessert den Geschmack.

Month tasks
1
  1. Wurzeln bei frostfreiem Boden für die Küche ernten.

2
  1. Beginn der Vorkultur im Haus oder Gewächshaus bei langsamer Keimung.

  2. Alte Wurzelstöcke zur Vermehrung durch Teilung ausgraben falls frostfrei.

3
  1. Fortsetzung der Vorkultur oder erste Direktsaat ins Freiland.

  2. Wurzelteilung und Umpflanzung etablierter Stauden.

4
  1. Direktsaat im Freiland fortsetzen und Beet unkrautfrei halten.

  2. Auswerfen der vorkultivierten Jungpflanzen im Abstand von 25 cm.

5
  1. Letzte Jungpflanzen ins Freiland setzen; auf Schnecken achten.

  2. Direktsaaten bei Bedarf auf Endabstand ausdunnen.

6
  1. Regelmäßig hacken und den Boden gleichmäßig feucht halten.

7
  1. Mulchschicht auslegen, um Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.

8
  1. Bei Trockenheit tiefdringend gießen, damit die Wurzeln saftig bleiben.

9
  1. Samenstände von älteren Pflanzen für die eigene Nachzucht absammeln.

10
  1. Beginn der Hauptanzucht und Ernte der süßen Wurzelbündel.

  2. Optionale Herbstaussaat direkt ins Freiland für natürliche Kaltstratifikation.

11
  1. Fortlaufende Ernte nach Bedarf; Laub stirbt jetzt ab.

  2. Beet mit Laub abdecken, um das Ernten bei starkem Frost zu erleichtern.

12
  1. Frische Zuckerwurzeln direkt aus dem gefrorenen oder abgedeckten Beet ernten.

Month tasks structured
3
  1. Tasksowing
    Label

    Aussaat & Vermehrung

    Prioritymittel
    Months
    1. 3
    2. 4
    Conditionfrost_free_soil
    Estimated effortmittel
    Notes

    Direktsaat flach ausbringen und feucht halten; keimt unregelmäßig.

10
  1. Taskharvest
    Label

    Wurzelernte

    Priorityhoch
    Months
    1. 10
    2. 11
    3. 12
    4. 1
    5. 2
    Conditionsoil_not_frozen
    Estimated effortmittel
    Notes

    Wurzelbündel vorsichtig mit der Grabegabel ausheben, um die brüchigen Finger nicht zu beschädigen.

Beschreibung
Overview

Die Zuckerwurzel (Sium sisarum) ist ein in Vergessenheit geratenes, mehrjähriges Winterwurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler. Schon im Mittelalter und der Renaissance hoch geschätzt, liefert sie fächerförmige Bündel aus bleistiftdicken Einzelwurzeln, die nach den ersten Frösten ein herrlich süßes, an Maronen und Pastinaken erinnerndes Aroma entfalten. Da sie völlig frosthart ist, bereichert sie den winterlichen Gemüsegarten frisch vom Beet.

Monatsaufgaben
3
  1. Tasksowing
    Label

    Aussaat im Freiland oder Töpfen

    Prioritymittel
    Months
    1. 3
    2. 4
    Estimated effortniedrig
    Notes

    Samen benötigen Geduld, Keimung kann bis zu 4 Wochen dauern.

10
  1. Taskharvest
    Label

    Beginn der Ernteperiode

    Prioritymittel
    Months
    1. 10
    2. 11
    3. 12
    Estimated effortmittel
    Notes

    Nach den ersten Frösten schmecken die Wurzeln besonders süß.

Anbaudaten
Seed
Seed depth cm min.0,5
Seed depth cm max.1
Light germinatornein
Dark germinatornein
Cold germinatorja
Stratification needednein
Pre soaking recommendedja
Germination Temperatur c min.5
Germination Temperatur c max.20
Germination days min.20
Germination days max.35
Seed lifespan years min.1
Seed lifespan years max.2
Direct sowing possibleja
Pre culture recommendedja
Spacing
Plant spacing cm min.25
Plant spacing cm max.30
Row spacing cm min.35
Row spacing cm max.45
Recommended density per sqm min.8
Recommended density per sqm max.11
Thinning distance25 cm
Min. bed width100 cm
Square foot gardening spacing4 per square foot
Abstandshinweise

Zu enge Pflanzung führt zu dünneren, weniger nutzbaren Einzelwurzeln.

Growth dimensions
Height cm min.80
Height cm max.120
Width cm min.30
Width cm max.45
Root depth cm min.20
Root depth cm max.30
Root spread cm min.15
Root spread cm max.25
Growth speedmittel
Hinweise zur Endgröße

Im Sommer bilden sich hohe, weiße Blütendolden, die stabil stehen.

Temperature
Min. growing Temperatur5 °C
Optimal Temperatur c min.15
Optimal Temperatur c max.22
Max. heat tolerance30 °C
Soil Temperatur for sowing c min.6
Soil Temperatur for sowing c optimal12
Frost sensitivenein
Late frost sensitivenein
Heat tolerancemittel
Cold tolerancevery_high
Temperaturhinweise

Absolut winterharte Staude. Frost wandelt Stärke in Zucker um.

Water
Wasserbedarfhoch
Critical water phases
  1. Hauptwurzelwachstum im Hochsommer
Drought tolerantnein
Drought sensitivityhoch
Waterlogging sensitiveja
Mulching recommendedja
Wasserhinweise

Wassermangel führt zu holzigen, faserigen und bitteren Wurzeln.

Nutrition
Nutrient groupMittelzehrer
Heavy feedernein
Medium feederja
Light feedernein
Nitrogen needmittel
Phosphorus needmittel
Potassium needhoch
Calcium needmittel
Magnesium needniedrig
Compost recommendedja
Mulching recommendedja
Fertilizer sensitivityniedrig
Nährstoffhinweise

Gut verrotteter Kompost im Frühjahr reicht meist aus. Zu viel Stickstoff fördert nur Krautbildung.

Container
Container suitableja
Min. pot volume15 l
Recommended pot volume30 l
Min. pot depth35 cm
Min. pot diameter30 cm
Plants per container min.1
Plants per container max.2
Drainage requiredja
Repotting needednein
Topfhinweise

Große, tiefe Kübel verwenden, um Platz für das fächerförmige Wurzelbündel zu bieten.

Support
Needs supportnein
Support recommendednein
Climbingnein
Viningnein
Trellis recommendednein
Training requirednein
Stützhinweise

Steht meist von alleine aufrecht, nur an sehr windigen Standorten stützen.

Cultivation modes
Outdoor bed suitableja
Raised bed suitableja
Container suitableja
Balcony suitableja
Greenhouse suitablenein
Polytunnel suitablenein
Indoor suitablenein
Windowsill suitablenein
Hydroponic possiblenein
Permaculture suitableja
No dig suitableja
Yield density
Yield per plant min.150
Yield per plant max.300
Yield unitg
Yield per sqm min.1,2
Yield per sqm max.2,5
Yield reliabilityhoch
Ertragshinweise

Der Ertrag besteht aus einem Bündel von etwa bleistiftdicken Einzelwurzeln pro Pflanze.

Site
Exposuresun_to_partial_shade
Sunlight hours min.5
Wind tolerancemittel
Microclimate preferences

Bevorzugt kühle, feuchte Füße im Sommer.

Soil
Soil typesandy_loam_to_loam
Soil depthdeep
PH min.6
PH max.7,5
Drainagewell_drained_but_moist
Humus requirementmedium_to_high
Bodenhinweise

Tiefgründig gelockert ohne Steine, da sich die Wurzeln sonst unschön verzweigen.

Watering
Watering frequencyregular
Moisture retention requiredja
Drought response

Pflanze überlebt, aber die Erntequalität leidet durch Verholzung stark.

Nutrition
Primary fertilizercompost
Application timing

Im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb einarbeiten.

Anbauplanung
Succession sowing
Possiblenein
Bed planning notes

Da die Zuckerwurzel mehrjährig kultiviert werden kann, ideal für permanente Beetecken oder Waldgärten.

Rotation prioritymittel
Interplanting potentialhigh_while_young
Mechanization relevanceniedrig
Fruchtfolge
Rotation break years4
Previous crops good
  1. Leguminosen
  2. Erbsen
  3. Bohnen
  4. Lauch
Previous crops bad
  1. Möhren
  2. Pastinaken
  3. Sellerie
  4. Petersilie
Subsequent crops good
  1. Starkzehrer
  2. Kohl
  3. Kartoffeln
  4. Salat
Subsequent crops bad
  1. Doldenblütler
  2. Möhren
  3. Fenchel
Notes

Wegen der engen Verwandtschaft zu Möhren und Pastinaken (Doldenblütler) ist eine strenge Fruchtfolge einzuhalten, um bodenbürtige Schädlinge und Krankheiten zu vermeiden.

Deficiencies
Profiles
  1. Slugpotassium_deficiency
    Name

    Kaliummangel

    Symptoms
    1. Nekrosen an den Blatträndern
    2. Schlecht entwickelte, dünne und faserige Wurzeln
    Remedy
    1. Gaben von Beinwelljauchen
    2. Ausbringen von Patentkali oder Holzasche in Maßen
Problems
Environmental
  1. Slugdrought_woody_roots
    Name

    Trockenstress

    Symptoms
    1. Wurzeln verholzen, werden extrem faserig und verlieren ihren süßen Geschmack
    Remedy
    1. Gleichmäßige Bewässerung sicherstellen
    2. Mulchschicht zur Feuchtigkeitsspeicherung aufbringen
  2. Slugroot_forking
    Name

    Wurzelverzweigung

    Symptoms
    1. Wurzelbündel verzweigen sich unschön um Steine oder verhärtete Bodenschichten herum
    Remedy
    1. Tiefgründige Bodenbockerung vor dem Pflanzen
    2. Steine sorgfältig absieben
Problemmanagement
Common pest groups
  1. Wurzelfressende Insektenmaden
  2. Schnecken im Jugendstadium
Common disease groups
  1. Blattpilze (Mehltau, Septoria)
  2. Wurzelfäule bei Staunässe
Prevention principles
  1. Niemals frischen Stallmist verwenden, da dieser Schädlinge anlockt.
  2. Konsequente Unkrautkontrolle in den ersten Monaten wegen langsamer Jugendentwicklung.
  3. Boden durchgehend feucht, aber gut durchlässig halten.
Diagnosis notes

Kümmerndes Laub deutet meist entweder auf Schäden im Wurzelbereich durch Trockenheit oder Madenfraß hin.

Krankheitsdaten
ScopeSium sisarum cultivation care
Profiles
  1. Slugchamaepsila_rosae
    Severitymedium_to_high
    Conditions
    1. Feuchte Standorte
    2. Mangelnder Windwechsel
    3. Nähe zu Möhrenbeeten
    Affected parts
    1. Hauptwurzeln
    2. Wurzelhals
    Prevention
    1. Engmaschige Kulturschutznetze ab April auflegen
    2. Windige Lagen wählen
    Organic control
    1. Befallene Pflanzen umgehend entfernen
    2. Wurzelreste nach der Ernte penibel absammeln
Diagnostic rules
  1. Symptom

    Laub färbt sich rötlich-gelb und welkt ohne ersichtlichen Wassermangel.

    Possible causes
    1. chamaepsila_rosae
    2. drought_woody_roots
    First checks
    1. Wurzelhals auf Fraßgänge prüfen
    2. Bodenfeuchtigkeit in 15 cm Tiefe kontrollieren
Prevention strategy
Cultural
  1. Tiefgründige Bodenbearbeitung im Herbst
  2. Weite Pflanzabstände zur raschen Abtrocknung des Laubs
Monitoring
  1. Gelbtafeln ab Mai zur Flugüberwachung der Möhrenfliege aufstellen
Organic first response
  1. Pflanzenstärkung mit Schachtelhalmtee
  2. Mulchen mit Farnblättern zur Schädlingsabwehr
Notes

Als mehrjährige Pflanze toleriert die Zuckerwurzel leichten Blattbefall meist gut; Fokus liegt auf dem Schutz der Wurzel.

Diagnosis
Field guide enabledja
Primary indicators
  1. Blattfarbe
  2. Wurzelstruktur bei Probegrabung
  3. Wuchsgeschwindigkeit
Phenology
Stages
  1. Frühjahrsaustrieb des gefiederten Laubs ab März/April
  2. Doldenblütenentwicklung im Hochsommer von Juli bis August
  3. Samenreife und allmähliches Einziehen des Laubs im Spätsommer/Herbst
  4. Winterruhe der unterirdischen Wurzelbündel bei totaler Frosthärte
Notes

Als mehrjährige Staude zieht die Pflanze im Spätherbst oberirdisch komplett ein und treibt im zeitigen Frühjahr verlässlich wieder aus.

Blüte und Bestäubung
Flowering months
  1. 7
  2. 8
Flower color

Weiß

Flower type

Doppeldolde

Harvest
Harvest months
  1. 10
  2. 11
  3. 12
  4. 1
  5. 2
Main harvest season

Spätherbst bis Winter

Destructivenessdestructive_for_harvested_parts_but_clump_can_be_divided
Erntedetails
Harvest frequency

Fortlaufend nach Bedarf während der gesamten winterlichen Frostperiode.

Harvest indicators
  1. Vollständiges Absterben des oberirdischen Laubs im Spätherbst
  2. Erste Frostereignisse, die den Zuckergehalt in den Wurzeln signifikant erhöhen
Post harvest handling

Die geernteten Wurzelbündel vorsichtig von Erde befreien und waschen. Die brüchigen Wurzeln nicht knicken. Der holzige Kernfaden in der Mitte älterer Wurzeln wird vor oder nach dem Kochen entfernt.

Storage
Suitable storage methods
  1. in_ground
  2. root_cellar
  3. freezing
Optimal temperature0 °C
Optimal humidity95 %
Lagerdetails
General storage category

Am besten frisch aus dem Beet oder kühl eingeschlagen lagern.

Storage life

Im Boden den ganzen Winter über haltbar; nach der Ernte im Kühlschrank etwa 1 bis 2 Wochen.

Processing options
  1. Frischverzehr oder Einlagern in feuchtem Sand im Erdkeller
  2. Blanchieren und anschließendes Einfrieren der geputzten Wurzelstücke
Verarbeitung und Nutzung
Primary purpose

Nutzung als süßes Winterwurzelgemüse

Küchennutzung
Flavor profile

Sehr süß, aromatisch, erinnert an eine Mischung aus Pastinake, Sellerie und Marone.

Culinary preparation

Gekocht, gedünstet, in Butter geschwenkt oder als cremige Suppe. Junge Wurzeln können auch geraspelt roh im Salat gegessen werden.

Essbarkeit und Sicherheit
Essbare Teile
  1. Wurzeln
  2. Junge Triebe im Frühjahr
Nicht essbare oder kritische Teile
  1. Ältere, verholzte Blütenstängel
  2. Samenkörner (nicht giftig, aber ungenießbar)
Sicherheitshinweise

Keine Toxizität bekannt. Verwechslungsgefahr bei Wildsammlung mit dem giftigen Merk (Sium latifolium) oder dem Merkblatt-Wasserschierling besteht im Gartenbeet durch kontrollierten Anbau in der Regel nicht.

Rohverzehr

Völlig unbedenklich; junge, zarte Wurzeln sind roh geraspelt ein süßer Genuss.

Saatgutgewinnung
Seed typeorthodox
Isolation distance meters500
Harvest method

Dolden im Spätsommer abschneiden, sobald sich die Samenkörner braun färben, und im Haus nachbacken lassen.

Saatgutgewinnung vertieft
Botanical compatibility notes

Verkreuzt sich mit anderen Individuen derselben Art (Sium sisarum). Eine Kreuzung mit wilden Apiaceae-Arten wie Möhren oder Pastinaken findet nicht statt, da es sich um eine andere Gattung handelt.

Seed cleaning process

Die getrockneten Dolden zwischen den Händen zerreiben, um die Samen zu lösen. Durch Sieben und Windsichten von Spreu trennen.

Gehölzdetails
Rootstock relevancenot_applicable
Renewal pruning relevanceniedrig
Notes

Da es sich bei der Zuckerwurzel um eine krautige, mehrjährige Staude und nicht um ein Gehölz handelt, sind Veredelung und klassische Erziehungsformen nicht zutreffend. Ein Rückschnitt erfolgt rein zur Kulturpflege.

Ecology
Pollinator valuehoch
Wildlife valuemittel
Biodiversity notes

Die großen weißen Doldenblüten im Hochsommer sind eine hervorragende Nahrungsquelle für Schwebfliegen, Schlupfwespen und solitäre Wildbienen. Sie fördert nützliche Insekten im Garten.

Praxisnotizen
Cultivation tips
  1. Geduld bei der Aussaat: Die Samen keimen oft unregelmäßig und benötigen bis zu 4 Wochen.

  2. Boden steinfrei halten: In steinigen Böden verzweigen sich die ohnehin dünnen Wurzeln unschön.

Saisonale Hinweise
Spring

Zeit für die Wurzelteilung alter Stöcke oder das Auspflanzen der ab Februar vorgezogenen Jungpflanzen.

Summer

Auf gleichmäßige Bewässerung achten und den Boden mulchen, um Holzigkeit der Wurzeln vorzubeugen.

Autumn

Das Laub stirbt ab. Nach den ersten Frösten beginnt die Haupterntesaison des süßen Wurzelgemüses.

Winter

Fortlaufende Ernte an frostfreien Tagen. Der verbleibende Wurzelstock ist im Beet absolut winterhart.