Ratgeber

Aussaatkalender Mai: Auspflanzen und Nachsäen

Im Mai beginnt die Hauptsaison im Gemüsegarten. Nach den letzten kalten Nächten ziehen viele wärmeliebende Pflanzen nach draußen, während freie Beetflächen für neue Aussaaten genutzt werden können.

Veröffentlicht

2026-05-21

Aktualisiert

2026-05-21

Autor

Wild-Wuchs Redaktion

Botanische Illustration eines Gartenbeets im Querschnitt mit verschiedenen Gemüsepflanzen im Mai auf rein weißem Hintergrund
Der Aussaatkalender für den Mai: Ein detaillierter Blick auf das oberirdische Wachstum und das reiche Wurzelwerk typischer Maikulturen.

Mai: Start in die warme Gartensaison

Der Mai verbindet Frühlings- und Sommergarten. Die Tage werden länger, die Böden wärmer und viele Jungpflanzen können nun dauerhaft ins Freiland oder Gewächshaus umziehen.

  • Wärmeliebende Kulturen werden ausgepflanzt
  • Viele Gemüse wachsen jetzt besonders schnell
  • Regelmäßige Nachsaaten sichern lange Ernten
  • Spätfröste bleiben regional weiterhin möglich

Frostempfindliche Pflanzen auspflanzen

Tomaten, Paprika, Chili, Gurken, Zucchini, Kürbisse und Basilikum reagieren empfindlich auf Kälte. Sie sollten erst nach frostfreien Nächten dauerhaft nach draußen.

  • Tomaten an sonnige und geschützte Plätze setzen
  • Paprika und Chili bevorzugen besonders warme Standorte
  • Gurken und Zucchini brauchen nährstoffreiche Erde
  • Basilikum liebt Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit

Jungpflanzen richtig abhärten

Vorgezogene Pflanzen sollten vor dem endgültigen Auspflanzen langsam an Sonne, Wind und kühlere Temperaturen gewöhnt werden.

  1. 1

    Tagsüber nach draußen stellen

    Stelle die Pflanzen zunächst stundenweise an einen geschützten Ort.

  2. 2

    Sonne langsam steigern

    Direkte Mittagssonne anfangs vermeiden.

  3. 3

    Nachts wieder schützen

    Bei kalten Temperaturen Pflanzen zunächst wieder ins Haus oder Gewächshaus holen.

  4. 4

    Nach einigen Tagen auspflanzen

    Sind die Pflanzen an Außenbedingungen gewöhnt, können sie dauerhaft ins Beet.

Nachsäen für kontinuierliche Ernten

Auch im Mai lohnt sich regelmäßiges Nachsäen. Dadurch stehen über einen längeren Zeitraum frische Gemüse zur Verfügung.

  • Salate in kleinen Mengen nachsäen
  • Radieschen regelmäßig neu aussäen
  • Freie Beetflächen direkt weiter nutzen
  • Kurze Ernteintervalle vermeiden Versorgungslücken

Boden vorbereiten und pflegen

Wärmeliebende Pflanzen wachsen besonders kräftig in lockerer, humusreicher Erde mit gleichmäßiger Wasserversorgung.

  • Kompost oder organisches Material einarbeiten
  • Mulch gegen Austrocknung verwenden
  • Regelmäßig, aber nicht übermäßig gießen
  • Junge Pflanzen vor starkem Wind schützen

Beete sinnvoll planen

Viele Sommergemüse wachsen kräftig und benötigen ausreichend Platz. Gute Beetplanung verbessert Licht, Luftzirkulation und Pflege.

  • Große Pflanzen nicht zu dicht setzen
  • Rankhilfen früh vorbereiten
  • Sonnige Bereiche für wärmeliebende Kulturen reservieren
  • Kleine Nachsaaten zwischen größere Pflanzen integrieren

Typische Fehler im Mai vermeiden

  • Zu frühes Auspflanzen bei kalten Nächten
  • Jungpflanzen ohne Abhärtung ins Beet setzen
  • Frisch gesetzte Pflanzen austrocknen lassen
  • Beete zu dicht bepflanzen
  • Nachsaaten vergessen

Häufige Fragen

Wann dürfen Tomaten und Paprika nach draußen?

Erst nach frostfreien Nächten und nach einer langsamen Gewöhnung an Außenbedingungen.

Kann man im Mai noch Gemüse säen?

Ja, viele Salate und andere schnell wachsende Kulturen können weiterhin ausgesät werden.

Warum müssen Jungpflanzen abgehärtet werden?

Der Wechsel von Innenräumen ins Freiland bedeutet mehr Sonne, Wind und Temperaturschwankungen. Abhärten reduziert Stress und Schäden.