Profil
SüßkartoffelIpomoea batatas
Wärmeliebendes Wurzelgemüse mit süßen Knollen, auch als Batate bekannt.

Kurzprofil
Wichtigste Daten
Pflanzen
Mai, Jun
Ernten
Sep, Okt
Wasser
hoch
Gute Nachbarn
BohneMaisKohl
Meiden
Anbaudaten
Süßkartoffel Anbaudaten
Pflanzabstand
30 - 40 cm
Reihenabstand
70 - 100 cm
Keimtemperatur
20 - 30 °C
Aussaat und Keimung
Pflanzung und Abstände
Temperatur und Standort
Wasser, Nährstoffe und Pflege
Topf, Stütze und Wuchs
Jahresplan
Süßkartoffel Kalender
Vorkultur
Vorkultur ab Februar in Anzuchttöpfen bei 20–25 °C; Stecklinge oder Knollen antreiben
Direktsaat
Direktsaat im Freiland in Mitteleuropa nicht üblich; Frostempfindlichkeit
Pflanzen
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) auspflanzen, sobalt der Boden mindestens 15 °C erreicht hat
Ernten
Ernte vor dem ersten Frost, sobald die Blätter gelb werden; Knollen vorsichtig ausgraben
Jahresplan
- Lagerkontrolle
Anbau
Süßkartoffel Standort, Boden und Pflege
Pflanzabstand
30 - 40 cm
Lagerung
Nach dem Abhärten bei 12–15 °C und 80–90 % relativer Luftfeuchte dunkel lagern., Kühlschranktemperaturen unter 10 °C verursachen Kälteschäden und führen zu Geschmacksverlust.
- Süßkartoffeln gedeihen am besten in einem lockeren, sandigen Lehmboden mit guter Drainage.
- Ein warmer, vollsonniger Standort ist für den Anbau in Mitteleuropa entscheidend.
- Gießen Sie gleichmäßig, besonders während der Knollenbildungsphase, um Rissbildung zu vermeiden.
- Düngen Sie kaliumbetont, um die Knollenqualität zu verbessern.
- Ernten Sie vor dem ersten Frost, um Frostschäden zu vermeiden.
Mischkultur
Süßkartoffel Mischkultur
Gute Nachbarn
BohneMaisKohl
Meiden
Gesundheit
Schädlinge, Krankheiten
Schädlinge
Drahtwurm
Larven von Schnellkäfern, die Löcher in die Knollen fressen und die Qualität mindern.
Blattlaus
Verschiedene Blattlausarten saugen an Blättern und Trieben, übertragen Viren wie das Süßkartoffel-Virus.
Gemeine Spinnmilbe
Spinnmilben treten bei Trockenheit und Hitze auf, saugen Zellsaft und verursachen silbrige Blattflecken.
Krankheiten
Fusarium-Welke
Pilzkrankheit, die zu Welke, Vergilbung und Absterben der Blätter führt; oft bodenbürtig.
Schwarzfäule
Durch Pilze oder Bakterien verursachte Fäule, die Knollen ungenießbar macht und sich bei Lagerung ausbreitet.
Echter Mehltau
Weißlicher Pilzbelag auf Blättern; tritt bei hoher Luftfeuchtigkeit und mäßigen Temperaturen auf.
Mangelerscheinungen
- Blätter werden hellgrün bis gelblich
- Wachstum verlangsamt
- Blattränder vergilben und sterben ab (Blattrandnekrose)
- Knollen bleiben klein
- Dunkelgrüne bis violette Blattfärbung
- Wurzelwachstum gehemmt
Pflanzengesundheit
Häufige Fragen
Kann ich Süßkartoffeln auch im Kübel anbauen?
Ja, Süßkartoffeln gedeihen in großen Kübeln (mindestens 15 Liter Volumen) mit guter Drainage. Verwenden Sie lockere, nährstoffreiche Erde.
Wann ist die beste Zeit, Süßkartoffeln zu pflanzen?
Pflanzen Sie die vorgezogenen Stecklinge nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freiland, sobald der Boden mindestens 15 °C warm ist.
Wie lagere ich Süßkartoffeln am besten?
Lagern Sie die Knollen nach dem Abhärten (eine Woche bei 25-30 °C) an einem dunklen, kühlen Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit bei 12-15 °C. Kühlschranktemperaturen unter 10 °C vermeiden.
Verwandte Pflanzen
Trichterwinde
Gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae).
Kartoffel
Werden beide als Knollengemüse angebaut.
Teilen sich bodenbürtige Pilzkrankheiten wie Fusarium.
Interne Links
Verwandte Pflanzen
Quellen
Öffentliche Quellen
- Wikidata entity
Wikidata · 2026-05-15
- GBIF species match
GBIF · 2026-05-15
- Deutschsprachige Wikipedia: Süßkartoffel
Wikipedia · 2026-05-15
- English Wikipedia: Sweet potato
Wikipedia · 2026-05-15
Details
Weitere öffentliche Pflanzendaten
Names
Common
Süßkartoffel
Plural
Süßkartoffeln
Synonyms
- Kūmara
- Suesskartoffel
- Ipomoea batatas
- Bataten
- Batate
- Sweet potato
- Süsskartoffel
Common synonyms
- Kūmara
- Suesskartoffel
- Ipomoea batatas
- Bataten
- Batate
- Sweet potato
- Süsskartoffel
Regional names
Historical names
Market names
Misspellings
Search terms
- Süßkartoffel
Taxonomy
Family
Windengewächse
Classification
Essbare Teile
- Knolle
- Blätter
- Sprosse
Calendar
Sowing indoor
Months
- 2
- 3
Notes
Vorkultur ab Februar in Anzuchttöpfen bei 20–25 °C; Stecklinge oder Knollen antreiben
Sowing outdoor
Notes
Direktsaat im Freiland in Mitteleuropa nicht üblich; Frostempfindlichkeit
Planting out
Months
- 5
- 6
Notes
Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) auspflanzen, sobalt der Boden mindestens 15 °C erreicht hat
Harvest
Months
- 9
- 10
Notes
Ernte vor dem ersten Frost, sobald die Blätter gelb werden; Knollen vorsichtig ausgraben
Month tasks
1
Lagerkontrolle der überwinterten Knollen, Aussortieren fauler Exemplare
2
Vorkultur beginnen: Knollen in feuchtem Sand oder Wasser antreiben
3
Stecklinge von den Antriebsknollen schneiden und in Töpfe setzen
4
Abhärten der Jungpflanzen vor dem Auspflanzen
5
Auspflanzen ins Beet, auf Dämme oder in große Kübel; Mulchen
6
Regelmäßig gießen, Rankhilfe optional bei buschigen Sorten
7
Boden feucht halten, Unkraut entfernen, ggf. mit Brennnesseljauche düngen
8
Knollenwachstum fördern: nicht mehr stickstoffbetont düngen
9
Ernte vorbereiten, bei Gelbfärbung der Blätter ernten
10
Letzte Ernte vor dem Frost, Knollen eine Woche bei 25–30 °C abhärten lassen
11
Einlagerung bei 12–15 °C und hoher Luftfeuchtigkeit
12
Regelmäßige Kontrolle der Lagerknollen, faule entfernen
Month tasks structured
1
- Taskcheck_storage
Label
Lagerkontrolle
PrioritymittelMonths
- 1
Estimated effortniedrigNotes
Überwinterte Knollen auf Fäulnis prüfen, befallene sofort entfernen
Beschreibung
Intro
Die Süßkartoffel (Ipomoea batatas) ist ein wärmeliebendes Wurzelgemüse aus der Familie der Windengewächse. Sie wird wegen ihrer süßlich schmeckenden Knollen geschätzt, die reich an Vitaminen und Ballaststoffen sind.
History
Die Süßkartoffel stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und wurde bereits vor über 5000 Jahren von indigenen Völkern kultiviert. Sie gelangte über Spanien und Portugal nach Europa und wird heute weltweit in tropischen und subtropischen Regionen angebaut.
Monatsaufgaben
1
- Taskcheck_storage
Label
Lagerkontrolle
PrioritymittelMonths
- 1
Estimated effortniedrigNotes
Überwinterte Knollen auf Fäulnis prüfen, befallene sofort entfernen
2
- Taskstart_preculture
Label
Vorkultur starten
PriorityhochMonths
- 2
Estimated effortmittelNotes
Knollen in feuchtem Sand oder Wasser bei 20–25 °C antreiben, bis Triebe erscheinen
3
- Taskpot_slips
Label
Stecklinge eintopfen
PriorityhochMonths
- 3
Estimated effortmittelNotes
Sobald die Triebe ca. 10 cm lang sind, abtrennen und in kleine Töpfe setzen
4
- Taskharden_off
Label
Abhärten
PrioritymittelMonths
- 4
Estimated effortniedrigNotes
Jungpflanzen tagsüber an geschützte Stelle im Freien stellen, nachts reinholen
5
- Taskplant_out
Label
Auspflanzen
PriorityhochMonths
- 5
- 6
ConditionBoden mindestens 15 °C, keine FrostgefahrEstimated effortmittelNotes
Ab Mitte Mai auf Dämme oder ins Beet pflanzen; Pflanzabstand 30–40 cm, Reihenabstand 70–100 cm
6
- Taskwater_regularly
Label
Regelmäßig gießen
PriorityhochMonths
- 6
- 7
- 8
Estimated effortmittelNotes
Gleichmäßige Feuchtigkeit halten, Staunässe vermeiden
7
- Taskweed_and_feed
Label
Unkraut jäten und düngen
PrioritymittelMonths
- 7
Estimated effortmittelNotes
Regelmäßig hacken, bei schwachem Wuchs mit Brennnesseljauche nachdüngen
8
- Taskstop_nitrogen
Label
Stickstoffdüngung einstellen
PrioritymittelMonths
- 8
Estimated effortniedrigNotes
Ab August keinen Stickstoff mehr geben, um Knollenwachstum zu fördern
9
- Taskprepare_harvest
Label
Ernte vorbereiten
PriorityhochMonths
- 9
Estimated effortniedrigNotes
Bei Gelbfärbung der Blätter mit der Ernte beginnen
10
- Taskfinal_harvest
Label
Letzte Ernte und Abhärten
PriorityhochMonths
- 10
ConditionVor dem ersten FrostEstimated efforthochNotes
Knollen vor Frost ausgraben, eine Woche bei 25–30 °C und hoher Luftfeuchte abhärten
11
- Taskstore_tubers
Label
Einlagern
PriorityhochMonths
- 11
Estimated effortmittelNotes
Bei 12–15 °C und 80–90 % Luftfeuchte dunkel lagern
12
- Taskstorage_check
Label
Lagerkontrolle
PrioritymittelMonths
- 12
Estimated effortniedrigNotes
Monatliche Kontrolle auf Fäulnis und Schimmel, befallene Knollen entfernen
Anbaudaten
Seed
Spacing
Abstandshinweise
Weiter Stand fördert größere Knollen; in Reihenkultur Dammbrett 30–40 cm hoch
Growth dimensions
Hinweise zur Endgröße
Kriechende oder halb aufrechte Staude; Triebe können bis 2 m lang werden
Temperature
Temperaturhinweise
Süßkartoffel ist sehr wärmeliebend und frostempfindlich; optimales Wachstum bei 24–27 °C
Water
Critical water phases
- Knollenansatz
- Knollenwachstum
Wasserhinweise
Gleichmäßige Bodenfeuchte während des Knollenwachstums entscheidend; Staunässe unbedingt vermeiden
Nutrition
Nährstoffhinweise
Vor der Pflanzung gut verrotteten Kompost einarbeiten; Kalium für Knollenbildung essenziell
Container
Topfhinweise
Große Kübel oder Säcke mit guter Drainage verwenden; Pflanzloch am Topfboden
Support
Stützhinweise
Kriechender Wuchs; bei Kübelkultur können Triebe herunterhängen
Cultivation modes
Yield density
Ertragshinweise
Ertrag stark sorten- und standortabhängig; in Mitteleuropa 2–5 kg/m² möglich
Site
Sun exposure
Vollsonnig
Wind exposure
windgeschützt bevorzugt
Microclimate
warme, geschützte Lage; z. B. vor einer Südmauer oder im Frühbeet
Soil
Soil type
lockerer, sandiger Lehm
Drainage
sehr gut durchlässig
Soil preparation
Tief lockern, Steine entfernen, gut verrotteten Kompost einarbeiten; Dämme von 30 cm Höhe empfehlenswert
Bodenhinweise
Schwere, verdichtete Böden vermeiden; bei Lehmboden sind Hochbeete oder Dammkultur vorteilhaft
Watering
Method
Tröpfchenbewässerung oder bodennahes Gießen
Frequency
regelmäßig, besonders bei Trockenheit 2–3 Mal pro Woche
Quantity
ca. 20–30 mm pro Woche
Critical phases
- Knollenansatz (Juli)
- Knollenwachstum (August/September)
Watering notes
Blattnässe vermeiden, da dies Pilzkrankheiten fördert; Mulch hilft, die Feuchtigkeit zu halten
Nutrition
Base fertilisation
Vor der Pflanzung 3–4 l/m² gut verrotteten Kompost einarbeiten
Additional fertilisation
Während der Vegetation: kaliumbetont düngen (z. B.Patentkali oder Holzasche); bei Bedarf mittlere Stickstoffgabe
Avoid
Übermäßige Stickstoffdüngung (fördert Blattmasse auf Kosten der Knollen)
Nährstoffhinweise
Kalium ist der wichtigste Nährstoff für die Knollenbildung; Phosphor für das Wurzelwachstum
Anbauplanung
Succession sowing
Bed planning notes
Süßkartoffel benötigt eine lange, warme Wachstumsperiode; nur ein Satz pro Saison. Fruchtfolge: nach Hülsenfrüchten oder Kohl günstig; nicht nach anderen Windengewächsen oder Kartoffeln anbauen
Fruchtfolge
Recommended previous crops
- Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen)
- Kohlarten
- Getreide
- Gründüngung
Notes
Süßkartoffeln nicht auf derselben Fläche wie im Vorjahr anbauen; Bodenruhe von mindestens 4 Jahren einhalten, um bodenbürtige Krankheiten wie Fusarium-Welke zu vermeiden.
Deficiencies
Nitrogen
Symptoms
- Blätter werden hellgrün bis gelblich
- Wachstum verlangsamt
Treatment
Brennnesseljauche oder Hornspäne ausbringen
Avoid
Überdüngung führt zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Knollen
Potassium
Symptoms
- Blattränder vergilben und sterben ab (Blattrandnekrose)
- Knollen bleiben klein
Treatment
Patentkali oder Holzasche verabreichen
Avoid
Kaliummangel verschlechtert die Qualität der Knollen
Phosphorus
Symptoms
- Dunkelgrüne bis violette Blattfärbung
- Wurzelwachstum gehemmt
Treatment
Knochenmehl oder Gesteinsmehl einarbeiten
Avoid
Phosphor wird bei kühlem Boden schlecht aufgenommen
Problems
Problem
Rissige Knollen
Cause
Ungleichmäßige Wasserversorgung; nach längerer Trockenheit starkes Gießen
Solution
Gleichmäßig wässern, Mulchschicht aufbringen
SeveritymäßigProblem
Lange, dünne Knollen
Cause
Zu enger Stand oder verdichteter Boden
Solution
Pflanzabstand vergrößern, Boden tief lockern
SeveritymäßigProblem
Kaum Blütenbildung
Cause
In Mitteleuropa oft kühle Temperaturen oder falsche Tageslänge; kaum ertragsrelevant
Solution
Nicht behandlungsbedürftig
Severityminor
Problemmanagement
Common pest groups
- Bodenschädlinge (Drahtwürmer)
- Saugende Insekten (Blattläuse, Spinnmilben)
Common disease groups
- Bodenbürtige Pilzkrankheiten (Fusarium, Schwarzfäule)
- Blattpilze (Mehltau)
Prevention principles
- Gesundes Pflanzmaterial nutzen
- Fruchtfolge und Pflanzabstand einhalten
- Gleichmäßige Bewässerung sicherstellen
- Boden mit organischer Substanz anreichern
Diagnosis notes
Bei Welkeerscheinungen zuerst die Bodenfeuchte prüfen; bei Verfärbungen der Knollen die Einstichlöcher auf Drahtwurmfraß untersuchen.
Krankheitsdaten
Profiles
- Slugfusarium-welke-profilSeverityhoch
Conditions
- Feuchter, schwerer Boden
- Fruchtfolge mit Wirtspflanzen
Affected parts
- Blätter
- Stängel
- Knollen
Prevention
- Fruchtfolge einhalten
- Krankheitsfreies Pflanzmaterial verwenden
Organic control
- Mykorrhiza-Präparate
- Kompostgaben
- Slugschwarzfaeule-profilSeverityhoch
Conditions
- Verletzungen bei Ernte oder Lagerung
- Hohe Luftfeuchtigkeit im Lager
Affected parts
- Knollen
Prevention
- Vorsichtige Ernte
- Lagerbedingungen optimieren
Organic control
- Befallene Knollen sofort entfernen
- Lager desinfizieren
- Slugechter-mehltau-profilSeveritymittel
Conditions
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Mäßige Temperaturen 15–25°C
Affected parts
- Blätter
Prevention
- Blattnässe vermeiden
- Pflanzabstand einhalten
Organic control
- Schwefelpräparate
- Backpulverlösung
Diagnostic rules
Symptom
Welke und Vergilbung der Blätter
Possible causes
- Fusarium-Welke
- Wassermangel
- Staunässe
First checks
- Bodenfeuchte prüfen
- Stängelbasis auf Verfärbungen untersuchen
Symptom
Dunkle, eingesunkene Stellen auf Knollen
Possible causes
- Schwarzfäule
- Drahtwurmfraß
First checks
- Knollen auf Einstichlöcher prüfen
- Fäulnisgeruch wahrnehmen
Symptom
Weißer, mehliger Belag auf Blättern
Possible causes
- Echter Mehltau
First checks
- Belag mit Finger abwischen – Pilz lässt sich abwischen
Prevention strategy
Cultural
- Fruchtfolge von mindestens 4 Jahren einhalten
- Krankheitsfreies Pflanzmaterial verwenden
- Boden mit Kompost verbessern
Monitoring
- Wöchentlicher Check auf Welke und Schädlinge
- Knollen bei Ernte auf Beschädigungen prüfen
Organic first response
- Bei ersten Anzeichen von Mehltau Schwefel oder Backpulverlösung anwenden
- Bei Welke sofort Bodenfeuchte kontrollieren und ggf. bewässern
Notes
Vorbeugung steht bei Süßkartoffeln im Vordergrund, da chemische Maßnahmen im Hausgarten oft nicht nötig sind.
Diagnosis
Tools required
Items
Handschuhe
Gartenschaufel
Lupe
Approach
Systematische Sichtung der Pflanze von oben nach unten: Blätter, Stängel, Bodenoberfläche, Knollen.
Phenology
Stages
- Keimung
- Blattentwicklung
- Knollenansatz
- Knollenwachstum
- Erntereife
Notes
In Mitteleuropa dauert die Wachstumsperiode von der Pflanzung der Stecklinge (Mai/Juni) bis zur Ernte (September/Oktober) etwa 90–150 Tage, stark sortenabhängig.
Blüte und Bestäubung
General
Blüten trichterförmig, rosa bis violett, erscheinen bei Kurztagsbedingungen; in Mitteleuropa oft nur spärlich oder gar nicht.
Harvest
Ernte vor dem ersten Frost, sobald die Blätter gelb werden und abzusterben beginnen.
Knollen vorsichtig mit der Grabegabel ausgraben, um Beschädigungen zu vermeiden.
Erntedetails
Harvest frequency
Einmalig pro Saison; bei Bedarf können einzelne Knollen im Spätsommer entnommen werden.
Harvest indicators
- Blätter vergilben und welken
- Knoben biegen sich und knacken beim Hebeln
Post harvest handling
Knollen nicht waschen, nur trocken abbürsten. Anschließend eine Woche bei 25–30 °C und hoher Luftfeuchtigkeit abhärten (curing), um die Schale zu festigen und Wunden zu heilen.
Storage
Nach dem Abhärten bei 12–15 °C und 80–90 % relativer Luftfeuchte dunkel lagern.
Kühlschranktemperaturen unter 10 °C verursachen Kälteschäden und führen zu Geschmacksverlust.
Lagerdetails
General storage category
Kühler, dunkler Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit
Storage life
3–6 Monate bei optimalen Bedingungen
Processing options
- Einfrieren (blanchiert)
- Trocknen (Chips oder Pulver)
- Einlegen (z.B. in Salzlake oder Essig)
- Pürieren und Einfrieren
Verarbeitung und Nutzung
Süßkartoffeln können zu Mehl, Stärke, Chips, Pommes, Püree oder fermentierten Produkten verarbeitet werden.
Die Blätter und jungen Triebe sind als Spinatersatz verwendbar.
Küchennutzung
Süßkartoffeln werden gekocht, gebacken, frittiert, gegrillt oder gedämpft gegessen. Sie passen zu herzhaften Gerichten (Eintöpfe, Aufläufe, Currys) sowie zu süßen Speisen (Kuchen, Püree, Desserts). Die Schale ist mitessbar, sollte aber gründlich gewaschen werden.
Essbarkeit und Sicherheit
Essbare Teile
- Knolle
- Blätter
- junge Triebe
Nicht essbare oder kritische Teile
- Samen (enthalten geringe Mengen giftiger Alkaloide)
- rohe Knollen in sehr großen Mengen (können Blähungen verursachen)
Sicherheitshinweise
Die Knollen sind in rohem Zustand für den Menschen nicht giftig, können aber schwer verdaulich sein. Die Samen enthalten Indolalkaloide und sollten nicht verzehrt werden.
Rohverzehr
In kleinen Mengen roh genießbar, aber stärkehaltig und für den Magen schwierig; gegart deutlich bekömmlicher.
Saatgutgewinnung
In Mitteleuropa bilden Süßkartoffeln selten Samen. Die Vermehrung erfolgt ausschließlich vegetativ durch Stecklinge (Slips) oder die direkte Einlagerung von Knollen.
Zum Überwintern von Pflanzknollen wählt man gesunde, mittelgroße Knollen aus und lagert sie wie Speiseknollen.
Saatgutgewinnung vertieft
Method
Nicht anwendbar, da Samenbildung in der Regel ausbleibt. Für Züchtungszwecke wird die kontrollierte Bestäubung in Gewächshäusern oder in tropischen Regionen durchgeführt.
Storage
Nicht relevant.
Viability
Nicht relevant.
Gehölzdetails
Notes
Süßkartoffel ist eine krautige, nicht verholzende Staude. Gehölzschnitt und Veredelung sind nicht anwendbar.
Ecology
Biodiversity notes
Die Blüten werden gelegentlich von Bienen besucht, haben aber in Mitteleuropa eine untergeordnete Bedeutung für die Biodiversität.
Praxisnotizen
Süßkartoffeln gedeihen am besten in einem lockeren, sandigen Lehmboden mit guter Drainage.
Ein warmer, vollsonniger Standort ist für den Anbau in Mitteleuropa entscheidend.
Gießen Sie gleichmäßig, besonders während der Knollenbildungsphase, um Rissbildung zu vermeiden.
Düngen Sie kaliumbetont, um die Knollenqualität zu verbessern.
Ernten Sie vor dem ersten Frost, um Frostschäden zu vermeiden.



