Profil
Echte FeigeFicus carica
Wärmeliebendes Obstgehölz mit dekorativem Laub und süßen Früchten.

Kurzprofil
Wichtigste Daten
Pflanzen
Mär, Apr, Mai
Ernten
Aug, Sep, Okt, Nov
Wasser
mittel
Anbaudaten
Echte Feige Anbaudaten
Pflanzabstand
250 - 400 cm
Reihenabstand
300 - 500 cm
Aussaat und Keimung
Pflanzung und Abstände
Temperatur und Standort
Wasser, Nährstoffe und Pflege
Topf, Stütze und Wuchs
Jahresplan
Echte Feige Kalender
Vorkultur
Vermehrung meist über Stecklinge oder Abmoosen, Aussaat für Hobbygärtner unüblich.
Direktsaat
Direktsaat im Freiland in Mitteleuropa nicht empfohlen.
Pflanzen
Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, damit die Pflanze bis zum Winter gut einwurzelt.
Ernten
Haupternte je nach Sorte und Standort ab August; Früchte müssen am Baum reifen.
Jahresplan
- Frühjahrsdüngung
- Winterschutz
Anbau
Echte Feige Standort, Boden und Pflege
Pflanzabstand
250 - 400 cm
Lagerung
Storage temperature c: 0, Storage humidity: mittel, Shelf life days: 2
Care tips: Vermeiden Sie Staunässe, besonders in Kübeln., Tragen Sie beim Schnitt Handschuhe wegen des Milchsafts.
Schnitt
Echte Feige Schnitt
thinning_and_heading
Ziel
thinning_and_heading
Schnittzeit
late_winter
Hauptschnitt und Auslichten Erfolgt kurz vor dem Austrieb bei frostfreiem Wetter.
summer
Entspitzen (Pinzieren) Triebspitzen nach dem 5.-6. Blatt kürzen, um die Fruchtentwicklung zu fördern.
Entfernen
- Totes oder erfrorenes Holz bis ins gesunde Gewebe
- Nach innen wachsende Zweige
- Konkurrenztriebe in der Mitte zur besseren Belichtung
Erhalten
- Einjähriges Holz für die Sommerernte (Breba)
- Gesunde Gerüsttriebe
- Kurze Fruchttriebe
Vermeiden
- Radikaler Rückschnitt im Frühjahr (entfernt die erste Ernte)
- Schnitt bei starkem Frost
- Verletzung der Rinde (Milchsaftaustritt)
Werkzeug & Hygiene
Scharfe, saubere Schere verwenden, um Quetschungen und Infektionen durch den klebrigen Milchsaft zu vermeiden. Werkzeug nach Gebrauch reinigen.
Mischkultur
Echte Feige Mischkultur
Gesundheit
Schädlinge, Krankheiten
Pflanzengesundheit
Häufige Fragen
Warum verliert meine Feige im Sommer ihre Früchte?
Dies liegt meist an Trockenstress oder plötzlichen Kälteeinbrüchen. Sorgen Sie für eine gleichmäßige Wasserversorgung.
Verwandte Pflanzen
Maulbeere
Weinrebe
Interne Links
Verwandte Pflanzen
Quellen
Öffentliche Quellen
- Wikidata entity
Wikidata · 2026-05-13
- GBIF species match
GBIF · 2026-05-13
- Deutschsprachige Wikipedia: Echte Feige
Wikipedia · 2026-05-13
- English Wikipedia: Fig
Wikipedia · 2026-05-13
Details
Weitere öffentliche Pflanzendaten
Names
Common
Echte Feige
Plural
Feigen
Scientific synonyms
- Ficus communis Lam.
- Ficus hyrcana Bunnge
Synonyms
- Essbare Feige
- Feigenbaum
Common synonyms
- Feige
Regional names
Historical names
Market names
Misspellings
International names
Fr
- Figuier commun
Es
- Higuera
It
- Fico comune
Pl
- Figowiec pospolity
Ambiguous names
- NameFeigenkaktusLanguagede
Shared with
- Opuntia ficus-indica
Clarification
Der Feigenkaktus gehört zur Familie der Kakteengewächse, nicht zu den Maulbeergewächsen.
Search terms
- Feige
- Feigenbaum
- Echte Feige
Taxonomy
Clades
- Tracheophyta
- Angiosperms
- Eudicots
- Rosids
Family
Maulbeergewächse
Related crops
- Ficus sycomorus
- Morus nigra
Classification
Essbare Teile
- Scheinfrucht
Calendar
Sowing indoor
Notes
Vermehrung meist über Stecklinge oder Abmoosen, Aussaat für Hobbygärtner unüblich.
Sowing outdoor
Notes
Direktsaat im Freiland in Mitteleuropa nicht empfohlen.
Planting out
Months
- 3
- 4
- 5
Notes
Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, damit die Pflanze bis zum Winter gut einwurzelt.
Harvest
Months
- 8
- 9
- 10
- 11
Notes
Haupternte je nach Sorte und Standort ab August; Früchte müssen am Baum reifen.
Month tasks
1
Winterschutz kontrollieren.
2
Schnitt bei frostfreiem Wetter möglich.
3
Winterschutz schrittweise entfernen; organisch düngen.
4
Neupflanzung vornehmen; auf Austrieb achten.
5
Kübelpflanzen nach draußen stellen.
6
Bei Trockenheit regelmäßig gießen.
7
Mulchschicht erneuern.
8
Beginn der Ernte bei frühen Sorten.
9
Haupterntezeit; auf Wespenfraß achten.
10
Letzte Früchte ernten; Düngung einstellen.
11
Winterschutz anbringen (Vlies, Reisig).
12
Kübelpflanzen in frostfreies Quartier bringen.
Month tasks structured
3
- Taskfertilizing
Label
Frühjahrsdüngung
PrioritymittelMonths
- 3
- 4
Conditionfrost_freeEstimated effortniedrigNotes
Kompost oder organischen Langzeitdünger im Wurzelbereich ausbringen.
11
- Taskprotection
Label
Winterschutz
PriorityhochMonths
- 11
- 12
Conditionbefore_first_hard_frostEstimated effortmittelNotes
Besonders junge Bäume mit Vlies oder Schilfmatten schützen.
Beschreibung
Description
Die Echte Feige ist ein Symbol mediterraner Gartenkultur. In Mitteleuropa wächst sie meist als mehrstämmiger Strauch und begeistert mit ihren markant gelappten Blättern und süßen, honigartigen Früchten. Dank frostharter Züchtungen ist ihre Kultur heute auch in geschützten Lagen nördlich der Alpen erfolgreich möglich.
Monatsaufgaben
2
- Taskpruning
Label
Erhaltungsschnitt
PriorityniedrigMonths
- 2
- 3
Conditionfrost_freeEstimated effortmittelNotes
Auslichten und totes Holz entfernen; starker Rückschnitt reduziert die Ernte.
Anbaudaten
Seed
Spacing
Abstandshinweise
Platzbedarf hängt stark von der Erziehungsform (Strauch/Baum) ab.
Growth dimensions
Hinweise zur Endgröße
In Mitteleuropa meist als großer Strauch gezogen; im Kübel deutlich kleiner.
Temperature
Temperaturhinweise
Ältere Pflanzen kurzzeitig bis -15°C frosthart, junge Pflanzen sehr empfindlich.
Water
Critical water phases
- Fruchtansatz
- Fruchtreife
Wasserhinweise
Gleichmäßige Feuchtigkeit verhindert das Aufplatzen der Früchte.
Nutrition
Nährstoffhinweise
Übermäßig Stickstoff fördert das Blattwachstum zulasten der Fruchtreife.
Container
Topfhinweise
Alle 2-3 Jahre umtopfen; im Winter kühl und dunkel lagern.
Support
Support types
- espalier
- stake
Stützhinweise
Spaliererziehung an einer Südwand speichert Wärme und schützt vor Wind.
Cultivation modes
Yield density
Ertragshinweise
Ertrag stark witterungsabhängig; in kühlen Sommern reifen die Früchte oft nicht aus.
Site
Notes
Vollsonnig, warm und geschützt; ideal vor einer Südwand.
Soil
Notes
Durchlässig, nährstoffreich, verträgt Kalk gut.
Watering
Notes
Im Sommer durchdringend gießen, Staunässe unbedingt vermeiden.
Nutrition
Notes
Ab August nicht mehr düngen, um die Winterhärte des Holzes nicht zu gefährden.
Anbauplanung
Succession sowing
Bed planning notes
Dauerkultur; bei Unterpflanzung flachwurzelnde Kräuter wählen.
Fruchtfolge
Notes
Als Dauerkultur (Obstgehölz) ist keine Fruchtfolge im klassischen Sinne erforderlich.
Deficiencies
Common
- Slugstickstoffmangel
Name
Stickstoffmangel
Symptoms
Kümmerwuchs, hellgrüne bis gelbliche Blätter.
- Slugkaliummangel
Name
Kaliummangel
Symptoms
Braune Blattränder, verminderte Frosthärte des Holzes.
Problems
Environmental
- Slugfruchtfall
Name
Vorzeitiger Fruchtfall
Causes
Trockenstress oder plötzliche Kälteeinbrüche.
- Slugfruchtplatzen
Name
Aufplatzen der Früchte
Causes
Starke Regenfälle nach Trockenperioden während der Reife.
Problemmanagement
Common pest groups
- Saugende Insekten (Schildläuse, Wollläuse)
- Spinnmilben (besonders unter Glas)
Common disease groups
- Viruserkrankungen
- Pilzerkrankungen (Rost, Grauschimmel)
Prevention principles
- Optimale Standortwahl (sonnig, windgeschützt).
- Gleichmäßige Wasserversorgung.
- Überdüngung mit Stickstoff vermeiden.
Diagnosis notes
Bei Blattveränderungen zuerst Wasserhaushalt und Nährstoffe prüfen, bevor auf Schädlinge geschlossen wird.
Krankheitsdaten
Profiles
- Slugcerotelium-ficiSeveritymittel
Conditions
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Warmer Spätsommer
Affected parts
- Blätter
Prevention
- Auslichtungsschnitt für bessere Luftzirkulation
- Überkopf-Bewässerung vermeiden
Organic control
- Befallene Blätter entfernen und im Hausmüll entsorgen
- Schachtelhalm-Extrakt zur Stärkung
Diagnostic rules
Symptom
Gelbe Flecken/Mosaikmuster auf Blättern
Possible causes
- feigenmosaikvirus
First checks
- Prüfen auf Überträger (Feigenmilbe)
- Nährstoffmangel ausschließen
Prevention strategy
Cultural
- Wahl resistenter Sorten
- Winterschutz bei Frost unter -10°C
Monitoring
- Wöchentliche Kontrolle auf Blattunterseiten ab Juni
Organic first response
- Rapsöl-Präparate gegen Schildläuse
- Abbrausen mit Wasserstrahl bei Spinnmilben
Notes
Gesunde Feigenbäume sind in Mitteleuropa relativ schädlingsresistent, sofern der Standort stimmt.
Diagnosis
Phenology
Stages
- Winterruhe (Blattfall)
- Austrieb (Frühjahr)
- Fruchtansatz (Frühjahr/Sommer)
- Fruchtreife (Spätsommer/Herbst)
Notes
Feigen bilden in Mitteleuropa oft zwei Generationen von Früchten, wobei meist nur die erste im Sommer ausreift.
Blüte und Bestäubung
Flowering period
Mai bis Juni
Flower type
Hypanthodium (Blütenstand im Inneren der Scheinfrucht)
Harvest
Harvest period
August bis November
Yield estimate
2–20 kg pro ausgewachsenem Baum
Erntedetails
Harvest frequency
Regelmäßig alle 2-3 Tage während der Reifezeit.
Harvest indicators
- Frucht gibt auf Fingerdruck leicht nach
- Fruchtstiel biegt sich nach unten
- Farbumschlag (sortenabhängig)
- Kleine Risse in der Schale oder Honigtopfen am Auge
Post harvest handling
Vorsichtig pflücken, um Druckstellen zu vermeiden. Milchsaft am Stiel kann Hautreizungen verursachen.
Storage
Lagerdetails
General storage category
Kurzzeitlagerung (Frischverzehr)
Storage life
Frisch nur 1-2 Tage im Kühlschrank haltbar.
Processing options
- Trocknen
- Einkochen (Konfitüre)
- Einlegen in Alkohol
- Einfrieren
Verarbeitung und Nutzung
Primary use
Frischverzehr oder Trocknung
Küchennutzung
Culinary profile
Süß, honigartig, weiche Textur mit essbaren Kernen.
Pairings
- Ziegenkäse
- Schinken
- Walnüsse
- Honig
- Rosmarin
Essbarkeit und Sicherheit
Essbare Teile
- Scheinfrucht (mit Schale)
Nicht essbare oder kritische Teile
- Milchsaft in Blättern und unreifen Trieben
Sicherheitshinweise
Der Milchsaft enthält Furocoumarine, die bei Kontakt mit Sonnenlicht phototoxische Hautreaktionen verursachen können.
Rohverzehr
Hervorragend geeignet; Schale ist bei reifen Früchten essbar.
Saatgutgewinnung
Method
In Mitteleuropa unüblich, da Samen meist nicht fertil (fehlende Bestäubung).
Saatgutgewinnung vertieft
Viability notes
Keimfähige Samen entstehen nur bei Vorhandensein der Feigenwespe.
Varieties
- Slugbrown-turkey
Name
Brown Turkey
Description
Sehr verbreitete, robuste Sorte mit großen, braunvioletten Früchten. Zuverlässiger Ertrag in Mitteleuropa.
Hardiness zone7aFruit color
Braun-Violett
Characteristics
- parthenokarp
- starkwüchsig
- winterhart
- Slugchicago-hardy
Name
Chicago Hardy
Description
Bekannt für extreme Frosthärte; treibt nach Zurückfrieren oft wieder aus der Basis aus und trägt am neuen Holz.
Hardiness zone6bFruit color
Dunkelviolett
Characteristics
- extrem frosthart
- kompakter Wuchs
- Slugronde-de-bordeaux
Name
Ronde de Bordeaux
Description
Frühe Reife mit kleinen, sehr süßen, fast schwarzen Früchten. Sehr gute Geschmacksqualität.
Hardiness zone7bFruit color
Schwarz-Blau
Characteristics
- frühreif
- aromatisch
- regentolerant
Gehölzdetails
Training systems to research
- multi-stemmed shrub
- standard tree
- fan-trained espalier
Notes
Feigen werden meist wurzelecht aus Stecklingen gezogen. Die Erziehung als mehrstämmiger Strauch ist in Frostlagen vorteilhafter, da bei Erfrieren einzelner Triebe die Pflanze leichter regeneriert.
Ecology
Biodiversity notes
In Mitteleuropa ökologisch eher isoliert, da die spezifische Bestäubungswespe fehlt. Die Früchte dienen jedoch Vögeln und Wespen als wertvolle Nahrungsquelle.
Praxisnotizen
Care tips
- Vermeiden Sie Staunässe, besonders in Kübeln.
- Tragen Sie beim Schnitt Handschuhe wegen des Milchsafts.



