Krankheiten
Verticillium-Welke
Verticillium-Welke erkennen und einordnen: Symptome, mögliche Ursachen, Vorbeugung und passende Maßnahmen für 8 betroffene Pflanzen. Einseitige Welke…
Einordnung
Diagnose und Einordnung
Verticillium-Welke ist eine bodenbürtige Leitungsbahnkrankheit, die Wassertransport blockiert.
Im Garten kann Verticillium-Welke unter anderem bei Aubergine, Himbeere, Holunder, Johannisbeere auftreten. In den vorhandenen Profilen betrifft das Thema vor allem Beerenobst, Fruchtgemüse, Steinobst.
Die hinterlegte Risikoeinschätzung ist mittel. Begünstigend wirken besonders Feuchte Witterung oder lange Blattnässe, Dichte Bestände und schlechte Luftbewegung, Anfällige Sorten. Kritisch ist wiederkehrender Befall, weil der Erreger im Boden verbleiben kann.
Vergleiche Blattober- und Blattunterseiten, den Rand zwischen gesundem und geschädigtem Gewebe sowie die Ausbreitung nach feuchter Witterung. Beläge, Sporenlager oder fortschreitende Fäulnis stützen eine Krankheitsdiagnose.
Ein häufiger Fehler ist, eine Krankheit anhand eines einzelnen Flecks zu bestimmen; Witterung, Ausbreitung und Erregerstrukturen müssen ebenfalls passen.
Auf einen Blick
Pflanzen
8
Kategorie
Beerenobst, Fruchtgemüse, Steinobst, Strauch, Wurzelgemüse
Risiko
mittel
Wissenschaftlicher Name
Verticillium spp.
Typische Erkennungszeichen
- Einzelne Triebe welken
- Welke trotz Feuchte
- Gelbe Blätter
- Leitungsbahnen verfärbt
Verwechslungsgefahr
- Kulturproblem: Kulturprobleme hängen meist mit Wasser, Licht, Temperatur oder Boden zusammen und zeigen keinen typischen Erregerbelag, keine Pusteln und keine fortschreitenden Infektionsmuster.
- Nährstoffmangel: Mangelbilder verlaufen oft regelmäßiger und folgen Blattalter oder Blattadern. Krankheiten zeigen häufiger Flecken, Beläge, Fäulnis, Welke oder Erregerstrukturen.
Sofortmaßnahmen
- Befallene Pflanzenteile entfernen
- Bestand luftiger führen
- Nicht über Blätter gießen
- Werkzeuge sauber halten
- Stark befallene Pflanzenreste aus dem Beet entfernen
Vorbeugung
- Ausreichende Pflanzabstände
- Fruchtfolge beachten
- Robuste Sorten wählen
- Blätter trocken halten
- Bodenstruktur und Pflanzenvitalität fördern




